Twitter weiß es: Was wir aus der AfD vs. Berghain-Affäre lernen können!

rettungswagen der berliner feuerwehr vor dem berghain, collage by BLN.FMBLN.FM Collage(CC BY-SA 4.0)
no description

Große Aufregung am 18 April in Berlin: Die AfD-Abgeordnete Sybille Schmidt beantragte im Parlament des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, dass Berlins Superclub Berghain geschlossen werden sollte. Begründung: exzessiver Drogenkonsum und unsichere Sexualpraktiken in Darkrooms. Gegenvorschlag der Vertreterin: neue Betreiber und Licht in den hintersten Winkel des Berghains. Außerdem: bitte Öffenungszeiten von 23 Uhr abends bis 6 Uhr am Folgetag begrenzen, damit die Feiernden auch ohne illegale Aufputschmittel durchhalten können.

Der Antrag wurde eingereicht, aber hinterher fanden selbst Berliner AfD-Politiker, dass der Antrag Quatsch sei. Die Frau könne gar nicht für die AfD sprechen, weil sie kein Parteimitglied sei. Und das obwohl sie stellvertretende Vorsitzende der kleinen AfD-Fraktion in Friedrichshain ist! Denn der Shitstorm in den Medien war absehbar. Also wurde der Antrag, dass Berghain zu schließen, ganz fix wieder zurückgezogen. Aber dennoch (und erwartbar) hatte es Ende der Woche dieser missglückte, unfreiwillig komische AfD-Beitrag zu Drogenpolitik und HiV-Prävention zu einem der Themen geschafft, die im deutschsprachigen Internet am meisten diskutiert wurden. Das belegen diese schlauen und witzigen Twitter-Reaktionen, die wir für euch eingesammelt und kommentiert haben.

Dieser Tweet fasst die Ergebnisse richtig zusammen.

Leider hat das Scheitern von Sybille Schmidt an der Berghain-Tür nicht zu einer Solidarisierung mit Geflüchteten geführt, denen der gesichtslose Verwaltungsapparat und schlecht aussehende Populisten täglich das „Hier-wirst-du-nicht-gewollt-werden“-Gefühl geben.

Das Problem mit der AfD ist, dass sie immer das verbieten will, was der deutsche Gartenzwerg nicht versteht. Bier-induzierter Massenrausch und unsicherer heterosexueller Sex beim #oktoberfest wurden von ihr noch nie problematisiert.

Vielleicht sollte sich AfD-Abgeordnete Sybille Schmidt mal um diese schlechtaussehende Tür kümmern, die ebenfalls viele potentiell zahlungswillige Kundschaft draußen läßt!

Sigmund Freuds Psychoanalyse liefert eine Theorie, dass hinter der nervigen Trollerei von vielen AfD-Sympathisanten tiefe Frustration und unbefriedigte Triebe stecken.

Das Motiv von Sibylle Schmidt liegt aber scheinbar woanders: als Betreiberin eines Veranstaltungsortes hatte sie früher Probleme mit Berliner Behörden. Und wenn es im Berghain „drunter und drüber“ geht, so wird der renommierter Club vielleicht wegen seiner Bedeutung nicht genauso restriktiv behandelt wie ihr Lokal damals?

War am Ende das Ganze nur Popcorn? Warum man sich nicht mal mit gutem Gewissen über den AfD-Quatsch lustig zu machen kann…

Ist uns eine wichtige Erkenntnis entgangen? Dann lasst uns hier wissen!

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.