Das geht! Die besten Parties vom 23 November – 26. November

Tilman Brembs, zeitmaschine - Montage Tresor Schild, 1990er, Leipziger Strasse
Tilman Brembs, Zeitmaschine – Montage Tresor Schild

Freitag, 23.11.

Nebel /w. Djedjotronic, SARIN & More im Salon Zur Wilden Renate

mit Djedjotronic (live), SARIN, Laurine, Phillip Strobel, Karine, Zeina, Musk, Homeboy, The Vandelays und Sado Opera’s Love Radio

Freitagnacht lädt unsere Lieblings Renate mit dem Wahlberliner Djedjotronoc, der bei Boyznoize Records unter Vertrag steht, in den „schwarzen Raum“. Im September sorge er mit Debut-LP «R.U.R.» für harten und düsteren Techno und mit diesem, wird Djedjotronic den schwarzen Raum der Renate sicherlich zum Glühen bringen.

Salon Zur Wilden Renate, Alt Straulau 70, Berlin-Friedrichshain, S-Bahn Treptower Park/Ostrkeuz

Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze am Ende des Artikels

 

Killekill & Universe of Tang Pres. Flush’s Bday Bash in der Griessmuehle

mit DJ Stingray, DJ Flush, Alienata, Chris Video – Miami Bass Set, Universe of Tang, AOIFE, CAPTAIN WAP, NTALIA, tamypro

Killekill-Label-Boss DJ Flush hat Geburtstag und feiert seinen Ehrentag mit Kumpels, Crew und Talenten wie DJ Stingray und Alienata. Darunter ist auch Chris Video, welcher am Krake-Festival mit seinem Miami Bass Special-Set für Furore sorgte und sich auch für diesen Abend einiges vorgenommen hat. Wir sind gespannt!

Griessmuehle, Sonnenallee 221, Berlin-Neukölln, S-Bahn: Sonnenallee

Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze am Ende des Artikels

 

Love Techno – Hate Germany  im ://about blank

mit VTSS, Resom, Daniela La Luz, Newclear Waves, Izzi Bizzi, Kvrt, HKS97

Feiern mit politischem Sinn kann man am Freitag im ://about blank, bei der antinationalen Soliparty der Kampagne Deutschland demobilisieren. Spielen wird unter anderem VTSS, die für ihre puren und ausdrucksstarken Live-Sets bekannt ist und den Floor mit Techno, Electronic Body Music und Industrial aufheizt!
://about blank, Markgrafdamm 24c, Berlin-Friedrichshain, S-Bahn: Ostkreuz

 

Samstag, 24.11.

4 Years Oscillate im ://about blank

mit 3Ddancer, Aleksi Perälä, Alex the Fairy, Clara Badu, Danielle, DJ Fart in the Club, Johanna Knutsson, Kitmun, Lindred, Orson Wells, Toma Kami

Zum vierjährigen Bestehen der Oscillate-Partyreihe gibt’s dunklen, stimmungsvollen Ambient und Dub von Clara Badu, ein hypnotisierendes Live-Set von Aleksi Perälä und weitere Racks der Modular Gang. Gleichzeit wird die Nacht genutzt, um den Start des Labels Oscillate Tracks zu begründen und zu feiern.

://about blank, Markgrafendamm 24c, Berlin-Friedrichshain, S-Bahn Ostkreuz

 

Tresor.Klubnacht im Tresor

mit Snuff Crew, Jerome Hill, Timothy J Fairplay, Acid Washed, Blake Baxter, Xenogears, Rebecca Goldberg, Madalba

Blake Baxter gehört zu den Mitbegründern der Techno-Szene Detroits und dreht heute seine Schweiben unter dem Tresor-Label. Seine Tech-House Style-Sets sind unverkennbar und bringen euch am Samstag durch die Tresor Klubnacht.

Tresor, Köpenickerstrasse 70, Berlin-Mitte, U-Bahn Heinrich-Heine-Strasse

 

Homecoming – Podcast zum Anschauen

Jessica Brooks
Heid Bergman (Julia Roberts) ist Psychotherapeutin für Kriegsveteranen. Foto: Jessica Brooks

Spätestens seit Sanft & Sorgfältig werden Podcasts in Deutschland immer beliebter, den USA sind wir aber noch ein paar Jahre hinterher. Da ist es schon soweit, dass Julia Roberts nun die Hauptrolle in der Verfilmung eines Fiktion-Podcast spielt. Die Regie der 10-teiligen Miniserie „Homecoming“ übernimmt Sam Esmail, bekannt für die Hacker-Serie Mr. Robot.
Esmail ist der heimliche Star, von der ersten Minute an spürt man als Zuschauer, dass hier jemand komplette Kontrolle über seinen Erzählton hat. Jede Perspektive ist wohl überlegt, jede Kamerabewegung fühlt sich an, als würde Esmail einen an die Hand nehmen. Selbst wenn man nicht weiß, wo es hingeht, vertraut man ihm, dass er einen ans Ziel bringt.

Hilary B Gayle/SMPSP
Die Motivation der Geist-Organisation ist unklar. Foto: Hilary B Gayle/SMPSP

Julia Roberts spielt in „Homecoming“ eine Psychotherapeutin in einer mysteriösen Einrichtung, welche zurückkehrenden Soldaten den Einstieg ins zivile Leben leichter machen soll. Gleichzeitig sehen wir aber auch Roberts Figur einige Jahre später als zurückgezogen lebende Kellnerin. Mehr sollte man noch gar nicht verraten, wie ein guter Podcast, baut „Homecoming“ geduldig seine Spannung um die vielen offenen Fragen auf. Roberts spielt dabei viel zurückhaltender als man es von einen Filmstar vielleicht erwartet, eher die kleinen Gesten und Mimiken betonend und fügt sich damit punktgenau in die selbstbewusste, kurzweilige Erzählung ein.

Seit dem 2.11. kann man alle Folgen „Homecoming“ bei Amazon Prime streamen.

 

Autor Joram Bick

Tresentalk – Arm aber Sexy?

Berlin – arm aber sexy. Ein Spruch, mit dem Berlin seit Wowereit fast schon wirbt, doch ist das etwas worauf wir wirklich stolz sein sollten? Als kreative, junge Stadt ist Berlin Magnet für viele Menschen, doch dieser überquellende Pool sorgt auch für eins, den Kampf untereinander. Lohndumping bei DJs, auflegen für Prestige anstatt gerechte Gehälter, unbezahlte Praktika und Freelancer sind nur Beispiele, die den Arbeitsmarkt der Kreativwirtschaft bestimmen. Wir sprechen über die Pros und Cons einer so chancenreichen Stadt und erzählen von persönlichen Worst Case Scenarios.

 

 

 

Das geht! Die besten Parties vom 16.-19.November

Pär Grindvik – Photo: Fredrik Altinell

 

Freitag, 16.11,

Griessmuehle x C12

Mit SNTS, Pär Grindik, Broken English Club, Peder Mannerfelt & Sissel Wincent

Pär Grindvik ist schon seit den 90er-Jahren eine der prägenden Figuren der schwedischen Elektronik-Szene und ist somit ein «altes Eisen». Mit seinen Mixtapes schafft es der Schwede dennoch, sich immer wieder neu zu erfinden und eine mittlerweile weltweite Fanbase zu begeistern. Wer sich vor lauter Vorfreude auf echten Underground-Techno kaum mehr halten kann, sollte doch noch kurz innehalten und die Gästelistenplätze gewinnen, die wir zu verlosen haben.

 

 

Unreel Label Showcase

Mit Housemeister, T.Raumschmiere und Flexonaut

Die Freitagnacht Party mit viel Potenzial, Elektro und dem Track of the month des mixmag!

 

 

 

Samstag, 17.11,

Liquid im Salon zur Wilden Renate

Mit P.E.A.R.L., Seuil, Lerosa, The Ghost, Luke Black, T_st, Franz Scala, Sebastian Voigt, Sauvage World und Sado Opera’s Love Radio

Wer auf minimialistischen Sound aus ist, dürfte am Samstag in der Renate bestens aufgehoben sein, wenn Seuil mit seinen funky und deep klingenden Groovers den Floor erfüllt.  Der Franzose hält nicht viel von Trends, orientiert sich an den Wurzeln des German Minimal sowie des US Deep House und setzt beim Mixen auf Vinyl.Seuil geniesst in der Underground Szene ein hohes Ansehen und dreht seine Platten überall auf der Welt. Natürlich verlosen wir 2×2 Gästelistenplätze!

 

 

 

A Tribe Called Kotori im Mensch Meier

Mit Oliver Koletzki, Mira, Madmotormiquel, Kalip, Slaves of Discothéque aka Oliver Klostermann, Jam, Jiggler, Maga, unders, Marco Tegui und Christopher Breuer

Spirituelle Klänge und psychedelische Kunststücke lassen euch im Mensch Meier am Samstag sämtliche Sphären des Kosmos durchqueren und dafür verantwortlich, wird kein geringerer als Stil-Vor-Talent-Labelgründer Oliver Koletzki, sein. Nach seinem etwas poppigerem Album «Grossstadtmärchen», verarbeitete der Berliner das Erreichen der Ü40-Marke mit seinem Album «The Arc of Tension», in dem Techno und House gepaart mit spirituellem Gesang eine hypnotische Wirkung erzeugen und ein ganz neues Tanzgefühl ermöglichen.

 

 

Autor, Peter Koenitz

Tresentalk über die Berliner Kreativwirtschaft

Berlin – arm aber sexy. Ein Spruch, mit dem Berlin seit Wowereit fast schon wirbt, doch ist das etwas worauf wir wirklich stolz sein sollten? Als kreative, junge Stadt ist Berlin Magnet für viele Menschen, doch dieser überquellende Pool sorgt auch für eins, den Kampf untereinander. Lohndumping bei DJs, auflegen für Prestige anstatt gerechte Gehälter, unbezahlte Praktika und Freelancer sind nur Beispiele, die den Arbeitsmarkt der Kreativwirtschaft bestimmen. Doch bleibt bei soviel Angebot nicht häufig der Einzelne auf der Strecke, frei nach dem Motto „Wenn ich dieses unbezahlte Praktikum nicht annehme, wird es ein anderer tun.“ Der Kampf um freie Stellen ist groß und Arbeitgeber können sich Mitarbeiter frei wählen. Wir sprechen über die Pro’s und Con’s einer so chancenreichen Stadt und erzählen von persönlichen Worst Case Scenarios.

In Schutt und Asche – 4 Blocks Staffel 2, Folge 4

© 2018 Turner Broadcasting System Europe Limited – a WarnerMedia Company / Wiedemann & Berg Television GmbH & Co. / Jens Mackeldey
TNTSerie_4Blocks_Toni_© Foto Jens Mackeldey

Die Hälfte der zweiten Staffel „4 Blocks“ ist schon wieder vorbei, die vergleichsweise ruhige vierte Folge „Frei“ funktioniert größtenteils als Vorbereitung für die finalen 3 Folgen. Seinen Titel verdankt „Frei“ Abbas Hamadys Ausbruchs aus dem Krankentransport, kurz nachdem er von zwei tschetschenischen Attentätern in seiner Zelle niedergestochen wurde. Warum diese es zu zweit nicht vollbrachten, ihren Auftrag zu vollenden, ist etwas rätselhaft. Und auch, dass die Sicherheitsvorkehrungen im Krankentransport eines Gefängnisses, vorsichtig gesagt, so relaxed sind und dass Abbas, trotz einer schweren Verletzung und mutmaßlich einigem an Blutverlust, so problemlos seine Bewacher ausschalten kann, erinnert mehr an Scharzenegger-Filme als man von 4 Blocks gewohnt ist.

Aber nun ist Abbas erstmal ‚frei‚ und obwohl er noch seiner Freundin Ewa zu verstehen gab, dass er seinen Brüdern nicht mehr traut, hat er nun keine Wahl mehr und schleppt sich zum Anwalt der Familie. Aber Toni ist zur Stelle, kümmert sich fast schon zärtlich um seinen kleinen Bruder. Zum ersten Mal sehen wir Toni, den großen Bruder statt Toni, das Familienoberhaupt. Außerdem sehen wir diese Woche auch Toni, den Deutschen, der sich genüsslich das Wort „Grundstückskaufvertrag“ auf der Zunge zergehen lässt. Der Anführer des Hamady-Clans scheint immer dann am glücklichsten, wenn es darum geht Verträge zu unterschreiben oder über Hotels zu reden. Die erste Staffel begann ja auch damit, dass er aus dem Familiengeschäft aussteigen und in Mietwohnungen investieren wollte. Wie damals, werden wahrscheinlich auch diesmal Tonis Pläne durchkreuzt. Vor allem, nachdem der Polizist Kutscha nun in seinen Ermittlungen gegen die Hamadys in die Offensive zu gehen scheint und Tonis Konten einfriert. Über Kutscha, der in der ersten Staffel nur wenige Szenen hatte, erfahren wir in „Frei“ dass er sterbenskrank ist und das der Sturz der Hamadys sein letztes Ziel ist. Das wurde aber in zwei so kurzen, plumpen Szenen erzählt, dass man sich den Hintergrund auch sparen hätte können, die führenden Drogendealer in Neukölln zu verhaften sollte eigentlich auch Motivation genug sein.

Ansonsten sehen wir noch Zeki in seinem Leben als Doppelagent, dessen tragisches Scheitern schon vom Weiten zu erahnen ist. Natürlich muss er sich vom neuen Geld gleich ein protziges Auto kaufen, das kann nicht lange gutgehen. Wenn man wetten würde, welcher Charakter dieser Staffel nicht überlebt, scheint Zeki eine solide Investition zu sein.

© 2018 Turner Broadcasting System Europe Limited – a WarnerMedia Company / Wiedemann & Berg Television GmbH & Co. / Jens Mackeldey
Amaras Ehe ist zu einer Falle geworden

Tonis Schwester Amara wird von ihren geplatzten Plänen mit Vince abzuhauen eingeholt. Latif reagiert zunächst überaschend phlegmatisch, doch als sich herausstellt, dass er im Prinzip Amara zu einer 30er-Jahre Hausfrau machen will, die nur noch die Wohnung putzen darf, fragt man sich warum Amara nicht sofort abhaut. Man kann nur hoffen, dass sie die nächsten drei Folgen glimpflich übersteht.

Gerät die Hauptgeschichte vom Krieg zwischen Toni und Mohammed über die Macht in Berlin etwas in den Hintergrund, kommt sie in der letzten Szene wieder dramatisch hervor. Mohammeds Leute brechen  bei Toni ein, doch statt ihrem Ziel Toni, finden sie seine Tochter und man kann davon ausgehen, dass diese für eine Erpressung nun entführt wird. Das Benzin zu dem Feuer, dieses schwelenden Konflikts. Bleibt zu hoffen, dass die Hamadys am Ende nicht ganz Neukölln in Schutt und Asche gelegt haben, wie Kutscha so apokalyptisch prophezeite.

Der Untergang des Musikjournalismus?

Die „goldenen Zeiten“ der Printmedien sind vorbei. Ob der Musikjournalismus in der Nische weiterleben kann, bleibt fraglich. Nach Groove und Intro verabschiedet sich nun auch die Spex auf den Friedhof der Musikmagazine.

Schwindende Auflagen, sinkende Einnahmen – Das die Printbranche in der Kirse steckt, ist keine Neuigkeit. Doch warum trifft es scheinbar Magazine aus (Pop)Kultur und Musik am Härtesten? Thomas Koch, Gründer der Groove macht fehlendes Intresse der Leser und mangeldene Solidarität untereinander verantwortlich. Doch Journalismus möchte Diskurs stiften und was passiert mit Musik und Kultur ohne Kritik und Gegengewicht?

Wir haben mit der Spex gesprochen, um herauszufinden, was sich heute verkauft und was nicht. Wo findet man noch adaqauten Journalismus? Wie steht es um die Zukunft der Branche und was kann der Konsument tun, um der fortschreitenden Entwicklung etwas entgegenzusetzen?

 

 

„Unseen Westeros“ bringt unbekannte Orte der „Game of Thrones“-Welt nach Berlin

Deutschland befindet sich im Game of Thrones Fieber und alle warten sehnsüchtig auf die achte und finale Staffel. Ein Team um Clara und Sven Sauer will den Fans die Wartezeit versüßen, denn sie arbeiten derzeit an der Ausstellung Unseen Westeros. Diese bringt die Fantasy-Welt Westeros, in der die Erfolgsserie und die ihr zugrundeliegende Romanreihe „Song of Fire and Ice“ spielen, für fünf Tage nach Berlin.

Die Ausstellung “Unseen Westeros” wird Ende Januar 2019 in Berlin-Reinickendorf zu sehen sein und ist speziell für Fantasy-Fans konzipiert. Alle teilnehmenden Künstler und Akteure haben über zwei Jahre kostenfrei an diesem Projekt gearbeitet – Internationale Künstler, die seit 2012 für die Konzept-Designs im Preproduction-Prozess der TV-Serie sorgen. „Wir haben das aus Leidenschaft gemacht“, erklärt Sven, der bereits seit der zweiten Staffel als Concept Artist an der künstlerischen Gestaltung der Serie beteiligt ist.

Trotz hohem organisatorischen Aufwand bleibt die Ausstellung für den Besucher kostenfrei. Die Besucherzahl ist auf 40 000 begrenzt und die Tickets können bereits jetzt online reserviert werden. Welche Hürden es in der Vorbereitungsphase zu überwinden gilt und was genau die Fans dann Anfang 2019 zu sehen bekommen, dass erzählen Clara und Sven im Interview.

Unseen Westeros vom 23.-27. Januar 2019 im Umspannwerk, Breitenbachstr. 32, Berlin-Reinickendorf, S-Bahnhof Eichborndarm

 

4 Blocks – Der Kampf um Berlin geht weiter

© 2018 Turner Broadcasting System Europe Limited – a WarnerMedia Company / Wiedemann & Berg Television GmbH & Co. / Jens Mackeldey
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Die erste Staffel von „4 Block“ drehte sich um Vince (Frederick Lau), ein alter Freund von Toni, der Teil der Hamady-Familie werden möchte. Toni versucht mit Vinces Hilfe die Kontrolle über den Clan zu erlangen, doch als sich herausstellt, dass Vince ein Undercover-Polizist ist, steht die Familie am Abgrund. Viele Dinge an der ersten Staffel „4 Blocks“ hätten schiefgehen können. Dialoge, die den Fokus auf Realismus setzen, können mit vielen Laienschauspielern zum fremdschämen sein und bei Action im deutschen Fernsehen denkt man zunächst an „Alarm für Cobra 11“. Doch den Machern und Schauspielern merkte man den Respekt vor dem Genre und der Welt ihrer Characktere an. Das Unwahrscheinliche glückte, Dialoge und Action fühlten sich lebensnah an. Resultat waren 6 kurzweiligen Folgen, die eine kompromisslose Berliner Familiengeschichte erzählten. Unter aller Gewalt und Intrigen setzte sie sich zudem auch zaghaft mit dem komplexen Thema Integration auseinander. Wenn man noch den Berliner Lokalpatriotismus einberechnet, der das manchmal mittelmäßige Schauspiel gern ignoriert, macht das „4 Blocks“ zu einer der interessantesten deutschen Serien der letzten Jahre, auf jeden Fall relativ konkurrenzlos zur besten Berliner Serie.

 

© 2018 TURNER BROADCASTING SYSTEM EUROPE LIMITED – A WARNERMEDIA COMPANY / WIEDEMANN & BERG TELEVISION GMBH & CO. / JENS MACKELDEY

 

Seit dem 11.10. läuft die zweite Staffel auf Sky Ticket und der Anfang zeigt, dass alle Beteiligten durch den Erfolg Selbstbewusstsein gewonnen haben. Alles sieht besser und teurer aus, sogar längere Montagesequenzen wie aus „Scarface“ findet man nun in „4 Blocks“. Die Parallelen zu amerikanischen Mafiafilmen werden immer offensichtlicher, doch die Hamadys wollen in der zweiten Staffel nicht etwa New York unter Kontrolle bringen, sondern unser Berlin. Und wie es sich für einen Berliner gehört, finden wichtige Familientreffen in „4 Blocks“ immer noch in Shishabars statt.

 

 

Autor, Joram Bick 

Interview mit den französischen Duo The Blaze

Benjamin Loyseau
The Blaze – Photo by Benjamin Loyseau

 

Mit ihren 2017 erschienen Video und Gleichnamigen EP „Territory“ landeten die beiden französischen Cousins Guillaume und Jonathan Alric einen vollen Erfolg. Über 17 Mio. Mal wurde ihr Video angeschaut, gewann Preise und  Moonlight Direktor Barry Jenkins nannte das Video „THE best piece of art I’ve seen in 2017.”
Nun sind die beiden zurück mit ihrem Debütalbum „Dancehall“. Auch hier überzeugt uns „The Blaze“ mit seinen sphärischen Melodien, tiefen Bässen und herausragenden Musikvideos. Wir hatten die beiden im Interview und sie gefragt was „Dancehall“ bedeutet, was sie sich für die Zukunft wünschen und was ihnen die Inspiration für ihre Videos gibt. Da gelassen haben sie uns auch noch was, ein signiertes Fotobuch und Vinyl vom aktuellen Album. Das Codewort könnt ihr hier im Interview nachhören.