Homecoming – Podcast zum Anschauen

Jessica Brooks
Heid Bergman (Julia Roberts) ist Psychotherapeutin für Kriegsveteranen. Foto: Jessica Brooks

Spätestens seit Sanft & Sorgfältig werden Podcasts in Deutschland immer beliebter, den USA sind wir aber noch ein paar Jahre hinterher. Da ist es schon soweit, dass Julia Roberts nun die Hauptrolle in der Verfilmung eines Fiktion-Podcast spielt. Die Regie der 10-teiligen Miniserie „Homecoming“ übernimmt Sam Esmail, bekannt für die Hacker-Serie Mr. Robot.
Esmail ist der heimliche Star, von der ersten Minute an spürt man als Zuschauer, dass hier jemand komplette Kontrolle über seinen Erzählton hat. Jede Perspektive ist wohl überlegt, jede Kamerabewegung fühlt sich an, als würde Esmail einen an die Hand nehmen. Selbst wenn man nicht weiß, wo es hingeht, vertraut man ihm, dass er einen ans Ziel bringt.

Hilary B Gayle/SMPSP
Die Motivation der Geist-Organisation ist unklar. Foto: Hilary B Gayle/SMPSP

Julia Roberts spielt in „Homecoming“ eine Psychotherapeutin in einer mysteriösen Einrichtung, welche zurückkehrenden Soldaten den Einstieg ins zivile Leben leichter machen soll. Gleichzeitig sehen wir aber auch Roberts Figur einige Jahre später als zurückgezogen lebende Kellnerin. Mehr sollte man noch gar nicht verraten, wie ein guter Podcast, baut „Homecoming“ geduldig seine Spannung um die vielen offenen Fragen auf. Roberts spielt dabei viel zurückhaltender als man es von einen Filmstar vielleicht erwartet, eher die kleinen Gesten und Mimiken betonend und fügt sich damit punktgenau in die selbstbewusste, kurzweilige Erzählung ein.

Seit dem 2.11. kann man alle Folgen „Homecoming“ bei Amazon Prime streamen.

 

Autor Joram Bick

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