So war das „Melt!“ 2018

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bekanntlich sagen Bilder mehr als tausend Worte, deswegen gibt es hier eine Slideshow von den bln.fm Highlights, außerdem haben wir ganz in der Manier des Melt 2018 zwei Powerfrauen zum Interview geladen.

Auch dieses Jahr tat sich das „Melt!“mit einem Genre-übergreifenden Booking aus der Masse anderer Großfestivals hervor. Florence And The Machine und The xx lieferten als Headliner grandiose Shows ab – trotz eines Publikums, was streckenweise erschreckend unmotiviert wirkte. Schade bei einem Festival, welches sich eher auf die Musik konzentriert – und sich mittlerweile gegen Festivaltrend stemmt. Beim Melt!-Festival geht es um Musik und Sound mit Qualität – weniger um Glitzer und Blumenkränze. Und noch weniger, bei einer Pyro-Performance eines EDM-DJ-Darstellers möglichst rasch von 0 auf 100 auszuflippen, um später mit diesem Foto im sozialen Netzwerk viele Likes zu sammeln.

Was auf der Bühne passiert ist nicht Zufall, sondern sorgfältig gewählt. Die Message 2018 auf dem „Melt“: LGBTQ und Feminismus sind keine popkulturelle Randerscheinung. Sie haben ihren Platz zu Recht auf einem der großen Mainstream Festivals. Ob durch Florence im walle Satin Kleid, Fever Ray, eingeleitet mit einen grandiosen Draqauftritt von „House of Presents“ aus dem Berliner Monster Ronsons, IAMDDB oder der österreischen „soon to be“ Popstar Mavi Phoenix, das Melt! zeigt Flagge und bietet Gegenentwürfe zu sonst „Männlich und hetero“ geprägten Festivals Line ups.

Bei so viel geballter weiblicher Power hatten es männliche Acts fast schwer wirklich zu glänzen. Aber spätestens „The Blaze“ am Samstagabend überzeugt. Die französischen Cousins Guillaume und Jonathan Alric stehen mit ihren Pulten ganz alleine auf der Bühne und liefern dennoch eine Show ab wie die ganz Großen.Trotz  ihrer tiefen, sphärischen Musik stehen sie aber nicht mit der altbekannten „Too cool to dance“-Attitüde auf der Bühne, sondern sie tanzen fast schon ekstatisch auf der Bühne und interagieren mit ihrem Publikum. Mit ihrer durchdachten Lightshow hervorragend in Szene gesetzt, sorgte das französische Duo so für Gänsehautmomente und gehört für uns definitiv zu einem der Highlights des Melt! 2018.

Der humoristische Höhepunkt war wie zu erwarten Erobique. Es gibt wohl kein Instrument, welches dieser Mann nicht beherrscht und kaum einer schafft es so herzlich ironisch sein Publikum zum Lachen zu bringen und bescherte uns den besten Ausklang auf dem Melt am Sonntagabend.

Trotz des diesjährigen leider häufig motivationslosen und fast schon überforderten Publikums, liefert uns das Melt wieder musikalische Höhepunkte und erinnerungswürdige Showeinlagen, wir sind gespannt was 2019 in der Stadt aus Eisen passieren wird. Der Vorverkauf startet am 1. September.

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.