Filme im Oktober 2017: Cyberpunk, Exorzismus und Comic-Götter

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„Blade Runner 2049“ – Die Rückkehr der Androiden-Jäger

Obwohl er bei seinem Kinostart 1982 floppte, gilt „Blade Runner“ heute als Meilenstein des Science Fiction-Kinos. Nun schickt sich der kanadische Regisseur Dennis Villeneuve („Prisoners“, Arrival“) an, Ridley Scotts Klassiker fortzusetzen. 30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils jagt das Kommando der Blade Runner weiterhin den letzten noch lebenden Replikanten hinterher um sie zu exekutieren. Doch dahinter steckt eine Verschwörung, wie K (Ryan Gosling), einer der Blade Runner, entdeckt. Der Einzige, der Licht ins Dunkel bringen könnte, ist Ex-Blade Runner Rick Deckard (Harrison Ford). Dennis Villeneuve hat geballte Kompetenz vor und hinter der Kamera versammelt. Und das sieht man den Trailern zu „Blade Runner 2049“ bereits an. Sie beweisen, dass Villeneuves Film sich zumindest visuell nicht vor seinem kultigen Vorgänger verstecken muss. Wenn der Film nun noch an dessen philosophische Story anknüpfen kann, steht uns hier womöglich die beste Klassiker-Wiederbelebung seit „Mad Max: Fury Road“ ins Haus. (Kinostart: 5. Oktober)

 

„The Wailing – Die Besessenen“ – Geister austreiben auf koreanisch

Mit „The Chaser“ und „The Yellow Sea“ hat der Südkoreaner Na Hong-Jin bereits zwei echte Geheimtipps für Fans von hartem, düsterem Thriller-Kino geschaffen. Für seinen dritten Film „The Wailing“ nimmt Na zu seiner Formel noch ein wenig Horror hinzu: Im kleinen Dorf Goksung häufen sich rätselhafte Vorkommnisse. Menschen werden krank, gehen aufeinander los und töten sich selbst. Polizist Jong-Gu (Kwak Do-Won) steht vor einem Rätsel: Was ist an den Behauptungen des lokalen Schamanen dran, der glaubt dass das Dorf von einem Dämon heimgesucht wird? Und was hat der mysteriöse Japaner, der in seiner abgeschiedenen Hütte seltsame Rituale durchführt, mit all dem zu tun? Bei seiner Premiere 2016 auf dem Filmfestival in Cannes konnte „The Wailing“ bereits viel Lob einheimsen. Mit knapp eineinhalb Jahren Verspätung kommt der Film nun auch endlich hierzulande in die Kinos. (Kinostart: 12. Oktober)

 

„Thor 3: Tag der Entscheidung“ – Gods Of The Galaxy Vol. 3

Ein Problem der Filme um den Marvel-Superhelden Thor war bislang, dass für die Zuschauern die Götterwelt wesentlich spannender war als der auf der Erde spielende Rest. Dem trägt der dritte Teil der Saga Rechnung und wandelt das Franchise zum rasanten Fantasy-Abenteuer in bester „Guardians Of The Galaxy“-Manier um. Diesmal muss es der titelgebende Donnergott (Chris Hemsworth) mit Hela (Cate Blanchett) aufnehmen, die nach ein paar Jahrtausenden Gefangenschaft auf Rache sinnt. Dabei wird Thors mächtiger Hammer zerstört und der Gott ans andere Ende der Galaxis verbannt. Gemeinsam mit Hulk (Mark Ruffalo), der dort auch gelandet ist, schmiedet Thor Pläne, seine Heimat Asgard zurückzuerobern, das sonst dem Untergang geweiht ist. Die gut gelaunten Trailer verraten es bereits: Thor will endlich heraus aus dem Schatten seiner anderen Marvel-Gefährten, den Avenger. Gerade verglichen mit dem blassen Vorgänger „Thor: The Dark World“ stehen die Vorzeichen schon mal sehr gut. (Kinostart: 31. Oktober)

 

(Foto: Marvel Studios Thor: Ragnarok, L to R: Thor (Chris Hemsworth) and Hulk (Mark Ruffalo), Photo: Film Frame, ©Marvel Studios 2017)

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