Banksy-Schau in Ex-Schickimicki-Disko: Wenn zwei Welten aufeinandertreffen

The Art of Banksy., Jessica Schmidt mit freundlicher Genehmigung von Cohn & WolfeJessica SchmidtCohn & Wolf
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Die ganze Welt rätselt, wer Banksy sein könnte. Journalisten versuchten bislang vergeblich, die Identität aufzudecken. Ist es Robert del Naja von Massive Attack – auch wenn der schon mehrfach dementierte? Oder steckt hinter den zahlreichen Grafiken, Gemälden und Skulpturen ein ganzes Künstlerkollektiv? Solche Mutmaßungen bringen Quote – dabei steht bei Banksy der Inhalt im Vordergrund, nicht der Autor. Und dennoch stellt derzeit eine Ausstellung in Berlin den unsichtbaren Künstler in den Mittelpunkt, in dem zahlreiche Dokumente aus dem Schaffen des des wohl bekanntesten Street Art-Künstlers versammelt werden.

„The Art Of Banksy“ heißt die Werkschau, die noch bis Ende Oktober 2017 über sechzig Werke des Künstlers auf zwei Etagen im ehemaligen Prollschuppens Felix ausstellt. Banksys Ex-Manager Steve Lazarides hat die Ausstellung organisiert und zeigt dort Stücke wie „Girl With Balloon“ und „Forgive Us“.  „Die Ausstellung ist einmalig. Nach Abschluss der Schau werden die einzelnen Kunstwerke zurück an die 40 Sammler gehen, die auf der ganzen Welt verstreut leben. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Zukunft noch einmal zusammengebracht werden, ist sehr gering“, wirbt Lazarides für seine Ausstellung. Doch ein wenig seltsam wirkt die Ausstellung schon. Hätte Banksy als Künstler sie gut geheißen? Der Eintrittspreis von 15,50€ riecht zudem nach Abzocke. Ich fragte Selen Tamer Lakay, Vertreter des Veranstalters STATU.

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Nach welchem Kriterium habt Ihr die Exponate gewählt?
Banksys Arbeit ist weit vielfältiger als man denkt. Deshalb haben wir bekannte Motive wie „Kate Moss“ ganz bewusst im Kontext zu unbekannteren Ölgemälden „UFO“ oder „Happy Chopper“ platziert.

„Museum is a bad place to look art“, sagte einst Banksy. Doch nun landet seine Werke in einer Schau, mit der selbst nichts zu tun hat. 
Banksys Kunst überall zu sehen: auf der Straße, aber auch in den Räumen von privaten Sammlern. Wir sehen uns nicht als Museum, sondern als lebendige Ausstellung, die Menschen ermöglicht, eine viele von Banksys Werken an einem Platz zu sehen. Dabei handelt es sich nicht nur um Street – also das, was viele von Banksy erwarten. Wir zeigen, dass Banksy weit vielfältiger ist.

Dafür nehmen Sie auch auch ordentlich Eintritt. Manche haben den Verdacht, dass die Ausstellung nichts weiter als eine „Touri-Falle“ ist.
Berlin ist bereits die fünfte Station unserer Ausstellung; in den vergangenen Jahren waren wir bereits in Amsterdam, Antwerpen, Melbourne und Istanbul. Wir reisen mit Kunstwerken um die Welt und die Sammler, die uns ihre Werke zur Verfügung stellen, vertrauen uns. Das fängt bei der Logistik an und hört bei der Sicherheit im Gebäude auf. Die Ausstellung ist auch lebendig, das heißt, wir nehmen immer wieder neue Stücke mit in die laufende Schau auf – und wir haben selbst von Anfang an in unsere Idee investiert, Banksy einer großen Zahl von Menschen zugänglich zu machen – an einem Ort und fokussiert.

Weshalb sollte man sich Ihrer Meinung „The Art Of Banksy“ ansehen?
Banksys Kunst ist in der ganzen Welt verstreut – sie befindet sich an Hauswänden auf unterschiedlichen Kontinenten und in den Räumen von privaten Sammlern. Die Ausstellung bietet die einmalige Möglichkeit, eine große Anzahl von Banksys Werken an einem Ort zu sehen. Darüber hinaus zeigen wir die bisher wenig gekannte Vielfältigkeit des Künstlers – von Street Art über Ölgemälde hin zu Skulpturen.

Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze für die „The Art Of Banksy“ Ausstellung!

Sende einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Banksy“ an gewinnspiel@bln.fm. Der Einsendeschluss ist am Dienstag, den 15.07.2017 um 18 Uhr.

„The Art of Banksy“, Felix/Adlon, Behrenstraße 72, Berlin-Mitte, S+U Bahnhof: Potsdamer Platz

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