„Reisegruppe Heimweh!“ zeigt Berlinern, was sie über ihre Stadt noch nicht wußten

Alina Simmelbauer
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Kennst du Berlin? „Na klar“ antwortest du vielleicht, denn du wohnst hier schon lang genug. Wenn Mutti und Vati aus der Provinz in die große Stadt kommen, zeigst du ihnen sachkundig die Museumsinsel und das tolle Frühstückscafé, das letzten Monat Mit Vergnügen empfohlen hat. Doch manche Ansichten Berlins wirst du nicht kennen – obwohl sie mehr über die Seltsamkeiten dieser „Weltstadt“ erzählen als sauber geputzten Museen. Schau dir doch mal Berlin mit dem „fremden Blick“ derjenigen an, die „zugezogen“ sind, von ganz weit weg aus anderen Kulturen.

Geflüchtete Menschen stellen die Reiseleiter für die Stadtrundfahrten unter dem Namen „Reisegruppe Heimweh! Berlin“, welche das Studio Urbanistan vom 26. bis zum 30. Mai organisiert. Berliner werden zu Touristen in der eigenen Stadt, wenn Migranten Orte zeigen, die für sie von Bedeutung sind. Damit können Berliner ihre Stadt neu kennen lernen.

In Leipzig hat das schon einmal geklappt. 2014 hatte dort das Studio Urbanistan die Aktion schon einmal veranstaltet. Und zwar so erfolgreich, dass es aus vielen Städten Anfragen gab. Wieso sich die Macher von „performativen Zwischenfälle im urbanen Raum“ (so die Selbstbeschreibung) für eine Berlin-Edition entschieden haben und was man sich eigentlich unter „performativen Zwischenfällen“ vorstellen kann, erzählt Projektleiterin Clara Minckwitz im Interview mit Jessica.

26.-30.05.2017, Start immer um 17.30 Uhr am ZK/U in der Siemensstraße 27 in Berlin-Moabit. Tickets 12,50 € 

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