Macherin und RAW-Eigentümer: Wie macht man sich die Stadt zu eigen?

revaler strasse by Katherine Sharpe - cc sa 20Katherine Sharpe(Original) (CC BY 2.0)
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Zwei Mitgestalter Berlins treffen im BLN.FM-Sudio aufeinander. Beate Ernst will Berlin verschönern. Ihre Initiative „Berlin Machen“ bringt Menschen zusammen, damit sie die Metropole von einer anonymen „Durchgangsstation“ zu „ihrem Ort“ machen. Ihre Idee dafür: öffentliche Plätze entrümpeln, entmüllen und säubern. Lauritz Kurth hat sich vor zwei Jahren ein Stück Berlin „gekauft“. Der Kurth Immobilien Gruppe aus Göttingen gehört das RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain, auf dem sich Astra, Suicide Circus, Urban Spree und eine große Skaterhalle befinden, sowie Ateliers und Werkstätten zahlreicher Künstler, Bars und Proberäume. Innerhalb dieser Jahre musste der neue Eigentümer lernen, dass es nicht so einfach ist, ein Stück Berlin zum „eigenen Ort“ zu machen. „Besitz“ bedeutet in Berlin nicht automatisch „Eigentum“. Denn die Mieter, die schon auf dem RAW waren und das Gelände mitgestaltet haben, kämpfen für ihre eigene Vorstellungen – ebenso wie Nachbarn, Politiker und andere Stadtbewohner. Tim Thaler lud Beate Ernst und Lauritz Kurth zu einem Gespräch Anfang Mai 2017 ins das BLN.FM-Studio, das sich ebenfalls auf dem RAW befindet. Gemeinsam denken sie darüber nach, wie Berlin von Bürgern und Investoren gemeinsam gestaltet werden kann, möglichst ohne Theaterdonner und Klassenkampf-Rhetorik.

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