Filmhighlights im Februar: Rückkehrmonat mit Killern, Rächern und Junkies

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„The Lego Batman Movie“ – Aus Klötzchen ist er witziger!

„The Lego Movie“ gehörte zu den großen Überraschungserfolgen des Kinojahres 2014. Und Batman war mit Abstand der populärste Charakter. Folgerichtig bekommt der DC-Superheld einen Solofilm spendiert. Plot: Aus Versehen adoptiert Der Dunkle Ritter ein Kind auf einer Wohltätigkeitsgala. Eine Entscheidung, die Batman schon bald bereut. Denn der kleine Robin will bei Papas Abenteuern unbedingt dabei sein – und raubt den Superhelden dabei schon bald den letzten Nerv. Derweil heckt der Joker mal wieder finstere Pläne aus… Es steht gut, dass „The Lego Batman Movie“ mit dem charmanten Gag-Feuerwerk des ersten Films mithalten kann und Batman nach den jüngsten, eher umstrittenen Leinwand-Auftritten wieder auf die Erfolgsspur zurückführt. (Kinostart: 9. Februar)

„Elle“ – Wie weit würdest du für Rache gehen?

Zumindest in Sachen filmischer Output war es zuletzt etwas ruhiger geworden um „Berlinale“-Juror Paul Verhoeven. In den 1980ern stieg der Niederländer mit „Robocop“, „Total Recall“ und „Basic Instinct“ zu einem der wichtigsten Provokateure Hollywoods auf, bevor seine Karriere mit der Striptease-Gurke „Showgirls“ einen steilen Knick nach unten hinlegte. Mit seinem neusten Film „Elle“ ist ihm jedoch ein Comeback gelungen. Beim Filmfestival in Cannes gab es 2016 bei der Weltpremiere Standing Ovations und in L.A. sackte der Film den Golden Globe als Bester Fremdsprachiger Film ein. Der Psychothriller beginnt, als die Geschäftsfrau Michèle (Isabelle Huppert) von einem maskierten Einbrecher überfallen und vergewaltigt wird. Statt zur Polizei zu gehen, macht sie sich jedoch selbst auf die Suche nach ihrem Peiniger. Ihr zunächst simpler Racheplan nimmt mit der Zeit jedoch einige unvorhergesehene Wendungen. Bei Verhoeven kann man sich auf ein paar bösartige Überraschungen einstellen, mit denen der Niederländer gängige Erwartungen aushebelt, um essentielle moralische Fragen zu verhandeln. (Kinostart: 16. Februar)

„T2: Trainspotting“ – Sag „Ja“ zum Sequel

21 Jahre ist ist nun schon her, dass Mark Renton (Ewan McGregor) in Danny Boyles Rave-Klassiker „Trainspotting“ „Ja“ zum Leben sagte – aber erst als er mit seiner kleinkriminellen Druffi-Gang einen selbstzerstörerischen Exzess-Parcour hinlegte und dabei jede Droge reinzog, die er in die Finger bekam. In „T2: Trainspotting“ kehrt Mark nun nach Schottland zurück, um mit seinen alten Freunden ins Reine zu kommen. Bei so einer nachgeschobenen Fortsetzung eines Kultfilms läuten nicht nur bei mir normalerweise sämtliche Alarmglocken. Aber sowohl Regisseur Danny Boyle als auch Hauptdarsteller Ewan McGregor haben es nicht unbedingt nötig, ein unnützes Sequel abzuliefern um die Karriere erneut anzukurbeln. Ich erwarte also handwerklich solide Vergangenheitsbewältigung – vor allem interessant für alle, die sich nach dem optimistischen Zeitgeist Ende der 1990er zurücksehnen.  (Kinostart: 16. Februar)

„John Wick: Kapitel 2“ – Kopfschuss mit Keanu

„John Wick“ war 2014 eine willkommene Überraschung für alle Fans des handgemachten, hypermaskulinen Actionkinos: zackig inszenierte Gewalt, die ohne den allgegenwärtigen, jugendfrei geschnittenen CGI- und Shaky-Cam-Overkill auskam. Im zweiten Teil holt ein ehemaliger Partner den titelgebenden Profikiller (Keanu Reeves) aus dem Ruhestand zurück, damit ein Anführer eines internationalen Verbrecher-Syndikats in Rom ausgeschaltet wird. Dabei stehen dem Hitman allerdings diverse Konkurrenz-Killer im Weg, welche ihrerseits die Jagd auf John Wick eröffnen. Der Plot ist minimalistisch, doch Fans von virtuosen, beinharten Fight-Choreografien und Schusswechseln setzen die Prioritäten eh woanders. (Kinostart: 16. Februar)

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