„Osmodrama“-Festival – Der Duft macht die Geschichte

Geruchsorgel,  Eröffnung "Osmodrama!", Berllin, Radialsystem, Juli 2016, Foto: Elsa Mirapeix
Foto: Elsa Mirapeix

Geschichten werden in Bildern und Ton erzählt. Das sind wir gewohnt, und dafür geben wir Geld aus, wenn wir ins Kino gehen oder eine Platte kaufen. Doch es gibt auch andere Sinne, die von der Kulturindustrie gerne ignoriert werden – zum Beispiel der Geruchssinn. Zwar haben Erfinder bereits vor Jahrzehnten Apparate entwickelt, die passend zu Filmszenen Gerüche freisetzten – doch bei diesen Pionierversuchen blieb es dann auch. Auch im Partybereich macht hier und da ein „Geruchs-DJ“ von sich reden: doch wie es auf einer Party riecht, darüber scheinen sich  Veranstalter zuallerletzt Gedanken zu machen.

Die kreative Arbeit mit dem Geruchssinn ist eine Leerstelle, die der Erfinder und Künstler Wolfgang Georgsdorf für sich entdeckt hat. Er durchdenkt nicht nur, wie man Geschichten über Düfte erzählen kann, er baut dazu auch gleich die passenden Apparate. Mit seinem Instrument „Smeller 2.0“  spielt er Geruchssequenzen ab, oft in Kombination mit Musik. Bis Mitte September zeigt er diese „Geruchs-Orgel“ bei eLesungen und Konzerten in der St. Johannes-Evangelist-Kirche in Berlin-Mitte.  Lest weiter unten Höhepunkte aus dem Programm von „Osmodrama!„, von dem die Veranstalter behaupten, dass es das erste Festival für Geruchskunst weltweit sei.

Wir ver­lo­sen 2×2 Gäs­te­lis­ten­plätze für die Autocomplete am Samstag, den 20.08.2016, um 19:oo Uhr!

Kli­cke hier um mit dem Kennwort „OSMODRAMA” an der Ver­lo­sung teil­zu­neh­men. Ein­sen­de­schluss ist der 20.08.16 um 14:00 Uhr.

The Art of Olfactory Storytelling

Wolfgang Georgsdorf, von Merle Jothe, Promo Radialsystem
Wolfgang Georgsdorf, von Merle Jothe, Promo Radialsystem

Bei einem Workshop zeigt der Erfinder der „Geruchsorgel“ Wolfgang Georgsdorf wie man mit Düften eine Geschichte erzählen kann. Er nennt das Genre „Osmodrama“, und gleich vor Ort kann das Duft-erzeugende Gerät  Anmeldung hier.

Di 2.8.2016 von 9:30 bis 18 Uhr, 20€/ ermäßigt: 10€

Continuity/ No(i)se I

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„Continuity“, Promo von: Filmgalerie451 / Berlinale

Der israelische Medienkünstler Omer Fast präsentierte auf der Documenta 13 bereits eine erste Version seines Films „Continuity“. Im Film engagiert ein Ehepaar junge Männer, die den aus dem Kriegseinsatz in Afghanistan heimkehrenden Sohn spielen sollen. Bild und Ton wird der Film experimentell mit Gerüchen synchronisiert.

Do 15.9.2016, von 20 bis 22 Uhr, 16€/ ermäßig: 12 €, mit englischen Untertiteln

A Night of Scentscapes & Soundscapes

Zum Abschluss des Festivals gibt es einen ganzen Abend voller Klänge und Düfte. Der Pionier der Computer-Live-Musik Carl Stone führt live eines seiner elektroakustischen Stücke auf – und die Geruchsorgel wird dazu den Saal „einduften“. Weitere Kompositionen in Duft und Klang steuern Sam Auinger und Matthias Haenisch bei.

Sa 17.9.2016 von 21 Uhr bis open end, 12€/ ermäßigt: 8€

St. Johannes-Evangelist-Kirsche, Auguststraße 90, Berlin-Mitte , S-Bahn: Oranienburger Straße, U-Bahn: Oranienburger Tor

 

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