„Like Berlin“ will wissen: Wie denken Berliner über Berlin?

Like Berlin Promo

Berlin ist frei und unabhängig, stinkt aber auch aus jeder Ecke wegen der Hundehaufen. Ist es wirklich das, was Berlin ausmacht? Diese Frage stellen sich viele Berliner Unternehmen und Netzwerke, welche die “Like Berlin”-Kampagne starteten. Die dazugehörige Plakat-Kampagne ist bereits im Stadtbild angekommen. Zu den Initiatoren gehören: Clubcommission, Air Berlin und der Außenwerber Stöer.

Es soll eine Kampagne von Berlinern für Berliner sein. Vor ein paar Wochen startete die Kampagne zunächst in Friedrichshainer Clubs. Die Plakate bilden ein großes leeres B ab – dazu Fragen wie “Woher weißt du, dass du Berliner bist?“ und „Was dürfen Berliner niemals tun?“ Darunter können dann Clubbesucher und andere Passanten schreiben, was ihnen spontan in den Sinn kommt. Ein paar Prominente haben schon mal vorgelegt: an Bushaltestellen kann man schon lesen, was Berliner Promis wie The Boss Hoss und Alex Schulz zum “Dicken B” einfällt.

Am Ende kann mit dem Berlin-Gefühl Liebe gemacht werden

Im Vorbeigehen erfahren nun alle, “wie Berlin zur Zeit tickt”, sagt uns Julia Kuntz-Stietze von „Like Berlin“. Doch auch Projektentwickler seien daran interessiert, was die Passanten hinterlassen und wollen einen “Berlin Code” schreiben. Hinterher soll das “Like Berlin” als Eigenwerbung Berlins weiterleben: auf Drinks, T-Shirt und einem „Fuck Like Berlin & Love Like Berlin“-Kondom, sagt Julia gegenüber BLN.FM.

Die Macher der Kampagne selbst glauben, Berlin sei offen und tolerant, aber die Einwohner hätten auch eine gewisse “Ist mir egal-Stimmung”. Mit der Aktion wollen sie den Stolz der Bewohner auf diese Stadt und sich selbst wecken. Es soll eben nicht so vieles „einfach egal“ sein. Gleichzeitig wollen sie herausfinden, ob die Werte Berlins immer noch die gleichen sind wie in den verschlafen-punkigen 1980ern und den ravenden 1990ern.

Die Antworten werden noch dieses Jahr in einem Buch veröffentlicht. Wem spontan zu Hause die zündende Idee für eine Antwort kommt, muss nicht mit Filzstift zum nächsten Plakat rennen: auf der „Like Berlin“-Website können die eigenen Vorstellungen zu den jeweiligen Fragen hinterlassen werden.

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