Kinohighlights im Januar: Rächer, Fighter und Sinnsucher

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DiCaprio auf Rachetrip: „The Revenant – Der Rückkehrer“

Kostenexplosionen, ein gefeuerter Produzent und ein pefektionistischer Regisseur – die Entstehungsgeschichte zu dem Western „The Revenant“ ist eine ähnliche Odyssee wie die Abenteuer der Hauptfigur Hugh Glass (Leonardo DiCaprio). Nachdem ihn ein Grizzly angegriffen und verletzt hat, wird er im Wilden Westen Amerikas der 1820er von seinen Begleitern (unter anderem Tom Hardy) einfach zum Sterben zurückgelassen. Doch Hugh überlebt wider Erwarten – und schwört blutige Rache an seinen Begleitern. Die Detailversessenheit, mit der Regisseur Alejandro González Iñárritu seinen ersten Film nach dem Oscar-Gewinner „Birdman“ inszenierte, scheint sich auszuzahlen. Der Trailer überzeugt schon mal mit atemberaubenden, stimmungsvollen Bildern und einem Leonardo DiCaprio in Höchstform. Der Soundtrack kommt übrigens von Elektronik-Altmeister Ryūichi Sakamoto und Carsten Nicolai von rasternoton.(Kinostart: 07. Januar)

 

Und wiedermal Rocky: „Creed“

10 Jahre nach dem überraschend starken „Rocky Balboa“ holt Sylvester Stallone seine berühmteste Rolle ein weiteres Mal aus der Versenkung. Im „Creed“ steht allerdings nicht Rocky im Boxring, sondern Adonis Creed (Michael B. Jordan) – Sohn von Rockys verstorbenem Freund und Rivalen Apollo Creed. Adonis will den Karrierepfad seines Vaters folgen, Rocky nun trainieren. In den USA läuft „Creed“ bereits seit November – Kritiker und Zuschauer stellen ihn sogar auf eine Stufe mit dem legendären Original „Rocky“ von 1976. (Kinostart: 14. Januar)

 

Der neue Charlie Kaufman! – „Anomalisa“

Egal ob als Drehbuchautor („Being John Malkovich“) oder als Regisseur („Synecdoche, New York“): Charlie Kaufman ist der Garant für außergewöhnlich originelles amerikanisches Mindfuck-Kino. Auch Kaufmans neuster Film, die Stop Motion-Animation „Anomalisa“ setzt diese Tradition fort. Einfallsreichtum kombiniert mit Tiefgang und kryptischer Konstruktion – da zücken Kritiker weltweit mit Höchstwertungen. Die berührende Liebesgeschichte zwischen dem verschlossenen Ratgeber-Autor Michael und der „außergewöhnlichen“ Lisa liefert Nachschub für Fans unkonventioneller Romanzen wie „Her“ oder Kaufmans eigenem „Eternal Sunshine Of A Spotless Mind“.
(Kinostart: 21. Januar)

 

Tarantino lässt die Kopfgeldjäger tanzen: „The Hateful Eight“

Quentin Tarantino ist zurück. Nachdem der Kultregisseur „The Hateful Eight“ gar nicht drehen wollte, weil das Drehbuch vorzeitig im Internet kursierte, ließ er sich überreden. Im Western nach „Django Unchained“ sucht eine Gruppe von 8 Fremden in einer alten Holzhütte Zuflucht vor einem Schneesturm. Schnell gibt es Spannungen innerhalb der Gruppe – und bald einen Toten. Umgesetzt wird das Ganze, wie bei Tarantino üblich, mit originellen Dialogen und farbenfrohen Charakteren. Der Soundtrack kommt von Altmeister Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“).
(Kinostart: 28. Januar)

 

Verliebte Amateurdealer: „Dope“

Eigentlich wollte sich der Highschool-Außenseiter Malcolm (Shameik Moore) lediglich an die coole Nakia (Zoë Kravitz) ran machen. Doch stattdessen landen im Zuge einer Razzia plötzlich große Mengen Drogen in Malcolms Besitz. Nun muss Malcolm den Stoff möglichst schnell los werden – am besten gewinnbringend, sonst gerät er auf die Abschussliste des lokalen Drogenbosses. In den USA wurde „Dope“ zum Überaschungshit – mal sehen ob die Komödie mit Verspätung auch in Deutschland zieht. (Kinostart: 28. Januar)

 

(Foto: The Hateful Eight, Promo von Universum Film GmbH)

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