Apple vs. Spotify: PR-Schlacht um Streaming-Abonnenten

Die zwei großen Streaming-Dienste Apple Music und Spotify buhlen um die Gunst der Kunden und liefern sich eine PR-Schlacht. Die Financial Times hat erfahren: Apple hat aktuell 10 Millionen zahlende Kunden. Zwar hat Spotify mit 25 Millionen Abonnenten immer noch die Krone, aber Apple starte seinen Dienst vor knapp einem halben Jahr. Für 10 Millionen Kunden hat Spotify 6 Jahre gebraucht, Apple nun 6 Monate. Wenn’s so weitergeht, ist Apple 2017 Marktführer rechnen die Analysten.

Streaming, bei dem Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird, wächst schnell, Verkäufe von CDs stagnieren, Downloads schrumpfen. Die Marktforscher Nielsen berichten, dass in den USA die Nutzung von Streaming-Angeboten 2015 um 83 Prozent stieg.

Doch zumindest Marktführer Spotify bekommt Probleme mit Rechtsstreitigkeiten. Musiker und Komponisten wie Radioheads Thom Yorke und Taylor Swift beklagen sich immer öffentlichkeitswirksam über die miese Vergütung, die sie bekommen. Und das obwohl ihre Track millionenfach gehört werden. Jedes Mal, wenn sich ein Spotify-Nutzer einen Song hört, erhält der Rechteinhaber zwischen 0,6 und 0,84 Cent, rechnet das Magazin t3n vor. Für bekannte Künstler mit Millionen Plays kommt am Ende immer noch eine große Summer heraus, doch für unbekanntere Interpreten und kleine Labels sieht es ziemlich düster aus. Wird der Song 10.000 Mal angehört, bekommt das Label 60 bis 84 Dollar ausgezahlt. Davon müssen dann die Aufnahmen, Promo und Angestellte bezahlt werden. Viel bleibt da nicht mehr übrig für Komponisten und Texter. Deshalb stellen Taylor Swift und Led Zeppelin ihre Alben nicht auf Spotify zur Verfügung uns sagen auch zu ihren Fans: 0,6 Cent um meinen Song zu hören sind zu wenig!

Mittlerweile hat Spotify zwei Prozesse zu bestehen, in dem zwei Songwriter das Unternehmen jeweils zu Schadenersatz in Höhe von dreistelligen Millionenbeträgen verklagt haben. Spotify argumentiert dagegen und dokumentiert, dass das Unternehmen 500 Millionen Dollar für Lizenzzahlungen im Jahr 2013 aufgewendet habe. Drei Millionen hätte das Unternehmen allein an einen „Weltstar“ gezahlt, dessen Namen das Unternehmen nicht verraten will. Etwa 70 Prozent der Einnahmen fließen direkt an die Rechteinhaber, sagte das Unternehmen dem Magazin t3n. Das Problem: Spotify macht immer noch keinen Gewinn.

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