50Weapons Finale mit Modeselektor

mit Bambounou, Benjamin Damage (live) , FJAAK, Modeselektor, Phon.o (live), Shed

©Promo

Es ist ja ehrenhaft, dass Modeselektor ihr Wort halten. Wir hätten es ihnen aber nicht übel genommen, wenn sie ihre Pläne über den Haufen geworfen hätten. Denn jetzt heißt es nach 10 Jahren und 50 Veröffentlichungen: R.I.P 50Weapons, du wirst uns fehlen.

Ein leichter Rausch und eine spontane Eingebung inspirierten Modeselektor nach eigener Angabe 2005 zur Gründung ihres Zweitlabels 50 Weapons. Die Idee: 50 Cent Bootleg-Remixe, 50 Veröffentlichungen. Das Label mutierte zu einem Sammelbecken an vielseitigen Veröffentlichungen von Produzenten wie Shed, Cosmin TRG, Marcel Dettmann, SBTRKT, Phon.o, Addison Groove, Benjamin Damage, Truncate und vielen mehr. Von Dubstep über Techno und House bis hin zu Elektro tobten sich Gernot Bronsert und Sebastian Szary alias Modeselektor mit ihren Veröffentlichungen aus, während sie parallel auf ihrem Hauptlabel Monkeytown vor allem elektronischem Pop nach wie vor ein Zuhause bieten.

Was im Rausch seinen Anfang fand, findet auch im Rausch sein Ende. Und so laden die Berliner Jungs zu einer letzten großen Party-Tour in wechselnder Besetzung. Am Freitag feiern Modeselektor im Berghain von ihrer Homebase Berlin Abschied. Für Shed und die drei Jungs von FJAAK wird es ebenfalls ein Heimspiel, für den jungen Pariser Bambounou, bisher in der Panorama Bar zuhause, seine Berghain-Premiere. Phon.o und Benjamin Damage sind jeweils mit einem Live-Set am Start. Letzterer wird mit einem analogen Hardware-Setup sein Album „Obsidian“präsentieren, das im Oktober 2015 auf 50Weapons erschien und in den ein oder anderen Jahrescharts zu finden war.

Diejenigen, die es nicht zur Abschiedsparty schaffen, können sich zumindest mit den letzten Veröffentlichungen eindecken. Auf den Katalognummern 40 bis 50 erweisen unter anderem Marcel Dettmann, Truncate, Shed, Paula TempleRødhåd, die  Zenker Brothers und Margaret Dygas dem Label die letzte Ehre.

Berg­hain, Am Wrie­ze­ner Bahn­hof, Berlin-Friedrichshain, S-Bahn Ost­bahn­hof.

(Foto: Promotion)

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