Mit Popping, House, Hip Hop – Berlin öffnet seinen Ballroom

vogue

Beim Raven tanzen alle für sich allein. Doch die Clubkultur hat auch anderes hervorgebracht – eigene Formen und Rituale, die im Schutzraum des Nachtlebens entstanden sind. Voguing Out ist eine davon. Tänzer bewegen sich flüssig zwischen übertriebenen Posen, die sie sich von den Models in den Hochglanz-Modemagazinen wie „Vogue“ abgeschaut haben. Madonna machte daraus einen Riesenhit in den 1980ern, doch sie hat sich im queeren New Yorker Underground bedient. Erfunden hatten das Voguing schwule und transsexuelle Afroamerikaner und Latinos. Noch heute gibt es Clubnächte in Underground-Clubs, in denen in Wettbewerben, sogenannten „Balls“, gegeneinander angetreten wird.

Ab 8. Dezember stellen Leo Melody und Mic Oala „Voguing“ dem Berliner Publikum vor und bieten der Szene einen Treffpunkt. Trainer zeigen Interessierten in Workshops die besten Bewegungen und man lädt zur Diskussion über „Homosexualität in der urbanen Tanzszene“. Am 12.12.2015 kulminiert alles in einem Ball im HAU2, in der Tänzer gegenseitig vortanzen. Weil die Veranstaltung schon ausverkauft ist, gibt’s im Internet auf der Seite des HAU-Theaters ab 20 Uhr eine Live-Übertragung.

Hört Organisatorin Mic Oala, die euch über die Eigenheiten der „Voguing“-Kultur erzählt – und was das ganze mit Homosexualität zu tun hat.

Festival Programm:

  • Alten Feuerwache, Axel-Springer Straße 40-41, Berlin-Kreuzberg, U-Bahn: Kochstraße
  • Südblock, Admiralstraße 1, Berlin-Kreuzberg, U-Bahn: Kottbusser Tor
  • Hebbel Am Ufer, Berlin-Kreuzberg, Stresemannstraße 29, U-Bahn: Möckernbrücke

(Foto: Deep in Vogue, Lucle Otto-Bruc, (CC BY-NC-ND 2.0))

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