In eigener Sache: BLN.FM von Soundcloud abgeschaltet

soundcloud bln.fm - by benedict leicht

Soundcloud muss Geld verdienen und deswegen mit der Musikindustrie kuscheln. Deshalb geht die Berliner Firma mittlerweile rigoros vor, wenn das System Copyright-Verletzungen anzeigt: Zack, gibt es eine Verwarnung und der Upload ist weg. Nach drei Verwarnungen wird das Profil eingefroren. Rückfragen oder rückgängig machen: offiziell nicht möglich.

Nun hat es auch BLN.FM erwischt. Grund: Wie auch Interviews laden wir Neuheiten-Shows wie „Frischfleisch“ zum Nachhören auf Soundcloud. Seitens BLN.FM können wir dabei nicht immer sicherstellen, dass Label und ihre Dienstleister extra darauf hingewiesen werden, dass ihre Musik vorgestellt wird und sie BLN.FM freischalten müssen. Der Verwaltungsaufwand wäre enorm. Gleichzeitig garantiert die Vorarbeit nicht, dass es nicht dennoch zu einer Verwarnung kommt: Gibt auch nur ein Beteiligter Informationen zu spät weiter, schlägt der unbarmherzige Automatismus zu und killt den Upload. BLN.FM hatte darüber bereits berichtet – auch über die Reaktionen der Community.

Am 6. Oktober ereilte dieses Schicksal den BLN.FM-Kanal auf Soundcloud. Doch natürlich wollen wir unser Archiv weiter für euch zur Verfügung stellen. Über Nacht konnte das Archiv mit tatkräftiger Unterstützung von hearthis.at„gerettet“ werden. Ab sofort werden wir dort auch neue BLN.FM-Inhalte hochladen. Folgt uns also dort – und nutzt die Gelegenheit, durch das BLN.FM-Archiv zu stöbern.

Wir danken dem Team von hearthis.at für die schnelle Rettungsaktion!

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 (Grafik: Benedict Leicht)

4 Kommentare zu „In eigener Sache: BLN.FM von Soundcloud abgeschaltet

  1. Ist doch langsam ganz normal… SoundCloud muss für die ganzen pseudo-DJ’s, die sich KOSTENLOS einen Account anlegen Speicher auf ihrer Server-Farm Platz machen. Da ja leider nicht alle Musiker oder DJ’s ihren Account bei SoundCloud bezahlen (im Jahr 30€) kann SoundCloud ihren Speicher nicht erweitern und das kommt nun dabei raus. Selber schuld…

  2. Hallo BLN.FM, ich finde euren Post in eigener Sache absolut kindisch.
    Es ist doch ok einen Anbieter zu wechseln. Bei euch klingt das nach
    ungerechter Behandlung, anschwärzen und Rache. Kommt doch bitte raus aus den Kinderschuhen!

    1. Der Wechsel erfolgte ja nicht aus freien Stücken, sondern „erzwungen“. Und ich sehe keine Rache, wenn wir den Wechsel und seine Gründe transparent machen. Die Bewertung liegt da ganz bei den Lesenden. Ich jedenfalls finde es schade für Soundcloud, das es Radiomachern damit nicht mehr möglich ist, Inhalte zur Verfügung zu stellen. Und daran sind eigentlich nicht Labels schuld, sondern in erster Linie die von Soundcloud schlecht umgesetzte Rechteverwaltung.

  3. Der Post ist überhaupt nicht kindisch, sondern das Verhalten der Musikindustrie. Soundcloud ist groß geworden mit DJs und mittellosen Musikern. Jetzt wird die Copyright-Keule geschwungen. Sony / Universal / Soundcloud verstehen einfach nicht, dass Musik Verbreitung braucht. Und die kommt heute vor der Vermarktung …

    Das Poblem hat BLN.FM nicht allein, sondern Hunderttausende andere Kunden von Soundcloud auch. Und nur zum Verständnis: Es geht nicht um „irgendwelche Pseudo-DJs“: Da werden auch ganz viele namhafte Musiker abgemahnt, die ihre eigenen Tracks hochstellen. Denn es geht überhaupt nicht um das Geld der Musiker. Sondern um die Pfründe der Zwischenhändler.

    Etwas Recherche hilft beim Verstehen von Inhalten. Das Netz ist voll von Kommentaren zu diesem sehr leidigen Thema.

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