Fusion-Festival erzählt seine Geschichte: So fing alles an

Fusion, Festival
Fusion-Festival, 2014, Flickr merlijnhoek (CC BY-NC-ND 2.0)

Die „Fusion“ schreibt Geschichte und informiert euch mit einer eigenen Dokumentation. Eigentlich wollten die Kulturkosmonauten in Lärz nie Öffentlichkeitsarbeit für ihr Festival machen. Noch vor Jahren lehnten sie Dokumentarfilme über das Festival ab. Es sollte kein Hype entstehen und die Besucherzahlen in die Höhe treiben. Aber auch so spricht sich Qualität nun einmal herum – und Heimlichtuerei trug eher dazu bei. Jährlich feiern mehr als 60.000 Menschen auf dem Festivalgelände. Also haben sich die Macher des Festivals nun doch entschlossen einen Film über sich zu veröffentlichen. Denn die vielen Gäste sind sowieso schon da.

Den Machern geht es dabei nicht um das Festival an sich, sondern um die Bewegung ringsherum. Denn das „Fusion“ ist nicht nur eine Party, man versteht sich als Großereignis einer antikapitalistischen Alternativkultur. Im ersten Teil ihres crossmedialen Projektes geben die Macher selbst mit Hilfe von Archivmaterial Auskunft von der knapp 20-jährigen Geschichte des „Kulturkosmos“. Selbst Bilder und Videomaterial wurden von den Anfängen des Festivals aufgetrieben.

Doku, Kulturkosmos, Fusion, Film
Still aus dem Teil der Kulturkosmos-Dokumentation

Der zweite Teil der Doku wird erzählen, wie die Kulturkosmonauten auf einem stillgelegten Militär-Flugplatz zwischen Berlin und Hamburg ankommen. Am Anfang müssen Konflikte mit Anwohnern gelöst werden, die Lärm und Drogen fürchten. Auch die stetig steigende Besucherzahl des Festivals sorgt für Streit. Doch am Ende einigen sich nicht nur Festivalveranstalter und Nachbarn, sondern es entstehen Freundschaften und eine langfristige Zusammenarbeit.  Dieser zweite Teil des Films ist noch in Arbeit.

Insgesamt 5 Teile soll am Ende die ausführliche Dokumentation umfassen. Neben dem Hauptfilm bietet die extra dafür eingerichtete Webseite Bonusmaterial zur Geschichte des Flugplatzes, Flyer, Fotos, Filmaufnahmen des zweiten „Fusion“-Festivals von 1998 und die elektronische Version eines Buches zur Geschichte der Region unter der Nazi-Herrschaft.

Schaue den Film auf der Kulturkosmos-Webseite!

(Foto: Fusion Festival 2014, Flickr, merlijnhoek (CC BY-NC-ND 2.0)

2 Kommentare zu „Fusion-Festival erzählt seine Geschichte: So fing alles an

  1. Tolle Einstellung: richtigen Journalisten wird keine Auskunft gegeben, aber selbst macht man dann gerne „Dokumentationen“ über sich – und BLN.FM übernimmt diesen Begriff auch noch. Eine „Dokumentation“ über sich selbst hat den Namen „Dokumentation“ nicht verdient, denn sie ist nicht annährend neutral und stellt sich auch keinerlei Kritik von außen. Das ganze ist ein reiner PR-Film für ein mittelständisches Unternehmen (was die Fusion schon längst wäre, würde sie sich nicht hinter dem Kulturkosmos e.V. verstecken)!

  2. Sehr treffend formuliert…dieses Fesrival als gelebten ‚Ferienkommunismus‘ zu bezeichnen ist gelinde gesagt eine Mogelpackung…da passt es ins Bild diese PR – Produktion als Dokumentation verkauft wird…um nicht falsch verstanden zu werden….ich will die Qualität des Festivals gar nicht schmälern…es ist eins der besten, das wir momentan haben…den Etikettenschwindel aber, sollten sich und uns die Verantwortlichen bitte ersparen…

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.