QDeWe#14 – Nachdenklich in dieser Zeit mit Alfred Eichhorn

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Alfred Eichhorn war Radiojournalist in zwei politischen Systemen: Vor der Wende arbeitete er 20 Jahre im DDR-Rundfunk und danach 20 Jahre in SFB und rbb. Für Inforadio moderierte er zuletzt die „Zukunftsgespräche“.
In der DDR gab diese große Haube der sozialistischen Menschengemeinschaft, unter die sich alle Journalisten unter Zwang begeben mussten, bis auf ein paar Schlupflöcher, die man als cleverer Mensch vielleicht mit Glück finden konnte. Groß war die Hoffnung auf Freiheit nach der Wende. Doch so richtig frei seien die Kollegen auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht gewesen: „Als ich dort ankam 1993 war ich erstaunt wie da diskutiert wurde und wie man sich anlegte und wie man da protestierte und machte. Sobald es aber dann um das eigene Fortkommen ging in diesen Anstalten, um eine feste Anstellung zum Beispiel oder um einen Platz in der Hierarchie, wurden die Kollegen sehr, sehr schnell ruhig. Das Anpassungsverhalten in der DDR war ja politisch determiniert. Im Westen war es  dann eher das Bestreben im System Fuß zu fassen.“
Hört das Gespräch über Eichhorns Anforderungen an ein gutes Radioprogramm, die Zukunft der Medien im digitalen Zeitalter und die politischen Entwicklungen dieser Tage.

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