Nation of Gondwana: Zuviel Bass für Brandenburg

Nation of Gondwana 2014 - Flickr: m.a.r.c. (CC BY-SA 2.0)

8000 Leute feierten vom 17. bis 19. Juli ausgelassen beim „Nation of Gondwana„-Open Air am Kiessee in Grünefeld. Doch die Anwohner der umliegenden Dörfer hatten weniger Spass. Die Folge: zahlreiche Beschwerden wegen Lärmbelästigung gingen ein. Dabei sagten die Veranstalter, dass sie sich an die Vorgaben gehalten haben. Das zuständige Ordnungsamt Schönwalde-Glien bestätigt die „Nation of Gondwana“-Macher: Der maximal zulässige Schalldruckpegel vor Ort sei sogar deutlich unterschritten worden, sagte Ordnungsamtleiter Kurt Hartley gegenüber der Märkischen Onlinezeitung.

Wo liegt nun also das Problem? Überempfindliche Anwohner? Defekte Messgeräte? Eher nicht: das Problem sind Details in den Lärmschutzbestimmungen. Diese sehen zwar Schalldruckmessungen vor, aber für den Messwert wird die Lautstärke der Bässe nicht so stark bewertet. So haben die Nation-Veranstalter die gesetzlichen Auflagen brav übererfüllt – und dennoch meinten Bewohner eines 30 Kilometer entfernten Dorfes die Bässe des Open Airs vernommen zu haben.

Strafrechtliche Folgen müssen die Veranstalter laut Ordnungsamt aber nicht fürchten. Immerhin hat hier der Gesetzgeber gepennt. Denn: Für so laute Veranstaltungen wie die „Nation of Gondwana“ ist Art, wie die Behörden den Lärmpegel berechnen eigentlich nicht gedacht. Amtsleiter Hartley stellt aber klar: Nochmal werden die Dörfler nicht in ihrer Nachtruhe gestört. Für die nächste „Nation of Gondwana“ müssen dann die Bässe runter gedreht werden.

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(Foto: Nation of Gondwana 2014, m.a.r.c. (CC BY-SA 2.0))

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