LA Priest – Inji

LA Priest - Inji Albumcover

Seit 2006 gibt es bereits LA Priest, das Soloprojekt des Sängers der Indieelektro-Band Late Of The Pier, Sam Dust. In den fünf Jahren, die nach der letzten Veröffentlichung seiner Band vergangen sind, probierte er solo neue Instrumente aus und suchte auf Reisen nach Island, Grönland und Neuseeland nach Inspiration. Die scheint er in jedem Fall gefunden zu haben. So sammelte er elektromagnetische Störgeräusche in einer Bergbausiedlung, die er auf seinem Album Melodien, Drums und Basslinien untermischt.

Domino Records brachte schon im April 2015 den Vorboten „Oino“ zum Album „Inji“ heraus. Es ist ein basslastiger, tanzbarer Sommerhit mit heulendem Gitarrensolo, der ins Ohr geht. Das Debüt-Album „Inji“ schließt mit seinen Einflüssen von Punk, Disco und Psychedlia stilistisch an die Single an. In zehn Tracks treffen Wiedererkennungswert und Merkwürdigkeit aufeinander. So loopen im Track „Lorry Park“ zweieinhalb Minuten lang verzerrte „Oohs“ und „Iiis“.  Alle Songs folgen dennoch einem gewissen Muster, beinhalten aber immer wieder überraschende Effekte; Strukturiertheit und Willkür existieren auf diesem Album auf ganz eigene Weise nebeneinander. Einzig die Single „Party Zute/ Learning to Love“ hebt sich mit futuristischen House-Klängen von anderen Songs ab.

„Inji“ ist ein farbenfrohes und abenteuerlustiges Album. Musik, die ganz eigen und außergewöhnlich klingt, hip und klassisch zugleich.

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(Foto: LA Priest, Promo)

 

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