Herbert – The Shakes

Matthew Herbert The Shakes Album Review

Tschüss Hochkultur! Nach fast einem Jahrzehnt in dem Matthew Herbert Mahler-Symphonien in den Häcksler warf und Soundcollagen aus Schweine-, Kriegs- und Opernpublikums-Geräuschen machte, kehrt er mit „The Shakes“ (Accidental Records) zurück zur Popmusik. Pop, wie ihn Matthew Herbert versteht, selbstverständlich. Seinen kreativen Sample-Einsatz und komplexes Songwriting lässt sich der Engländer natürlich nicht nehmen. Die Grenzen des Deep-House werden mit beseelten Jazz- und Soul-Vocals erweitert. Dabei gibt sich Herbert in Tracks wie „Middle“, „Strong“ und „Smart“ beschwingt, während in „Battle“ oder „Silence“ eher Melancholie und Besinnlichkeit den Ton angeben (was in der zweiten Albumhälfte vielleicht etwas überhand nimmt). Und wenn in „Bed“ und dem abschließenden „Peak“ die Kirchenorgel schwelgt, darf sogar die Hochkultur noch einmal guten Tag sagen.


Herbert – Battle on MUZU.TV.

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(Foto: Herbert, Promo)

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