Soll die Hasenheide jetzt auch „cannabisfrei“ werden?

Hasenheide von Sven Werk (CC-BY-NC-ND 2.0)

Der Görlitzer Park war nur der Anfang – nächste Woche wollen Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt und der Generalstaatsanwalt Ralf Rother diskutieren, ob sie die Berliner Hasenheide auch zur Cannabis-freien Zone erklären wollen. Danach könnte auch für den Park zwischen Kreuzberg und Neukölln die Regelung aufgehoben werden, dass Menschen, die mit weniger als 15 Gramm Cannabis erwischt werden, nicht bestraft werden. Das hat die Berliner Zeitung vom Polizeisprecher Thomas Neuendorf erfahren.

Dabei sind die ersten Resultate der „Null-Toleranz-Politik“ von Berlins Innensenator Frank Henkel eher zweifelhaft. Seit dem 31. März führt die Berliner Polizei zweimal täglich eine Razzia zur „Bekämpfung von Rauschgiftkriminalität“ durch. Ergebnis: 18 Festnahmen und 67 Strafanzeigen, 50 davon wegen unerlaubten Besitz von „Betäubungsmitteln“. Ansonsten herrsche im Park „business as usual“: sobald die Polizei weg ist, wird wieder offensiv verkauft, hat die Zeitung beobachtet.

Derweil rufen Cannabis-Freunde zum zweiten Kiff-In im Görlitzer Park auf: am 14. Mai 2015 soll erneut gegen das Verbot angequalmt werden. Beim letzten Kiff-In versammelten sich bei ungünstigen Witterungsbedingungen einige hundert Menschen.

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 (via: Berliner Zeitung /Foto: Sven Werk / flickr (CC-BY-NC-ND 2.0))

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