Neuer Eigentümer: Atempause für Clubs auf dem RAW

RAW Gelände Berlin Cassiopeia

Anfang 2015 kaufte die Kurth-Gruppe aus Göttingen das RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain, auf dem sich unter anderen die Clubs Neue Heimat, Cassiopeia, Suicide Circus und Urban Spree befinden. Seitdem bangen die Mieter auf dem Areal um die Zukunft (BLN.FM berichtete). Am 27.04.2015 stellte die Kurth-Gruppe nun ihre Pläne vor. Grundtenor nach zahlreichen Medienberichten: das Gelände bleibt erstmal so wie es ist, sein „Charakter“ solle erhalten bleiben, wie etwa RBB-Online berichteteDoch was haben die Investoren wirklich gesagt?

Mit konkreten Plänen hielt sich der neue Investor zurück. Dass die Clubs vorerst weiter bestehen würden, war ziemlich sicher: die Verträge der meisten Zwischennutzenden laufen bis 2019. Als Investor legt es die Kurth-Gruppe nicht darauf an, die Kulturmieter in einem nervenzehrenden Kleinkrieg von dem Gelände zu ekeln – es hätte wohl auch vor Gericht und Politik wenig Erfolg. Das große RAW-Clubsterben bleibt also erstmal aufgeschoben.

Dennoch soll das Gelände nicht so bleiben wie es ist. Die Kurth-Gruppe möchte dort Gewerbe, Büros und Einzelhandel ansiedeln. Der Bau von Wohnungen sei vom Tisch – vorläufig, berichtete der Tagesspiegel. Denn was die Eigentümer nach 2019 mit dem Gelände vorhaben, bleibt offen. Alles kann, nichts muss. Vieles wird von der politischen Stimmung in Berlin abhängen. Nur vier historische Gebäude an der Nordseite des Areals muss die Kurth-Gruppe wegen Denkmalschutz-Auflagen erhalten. Dabei handelt es sich nicht um die Gebäude, in denen sich die Clubs befinden.

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(Foto: RAW-Gelände, Emma Jespersen (CC BY-NC-ND 2.0))

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