ZERO: Am optimistischen Nullpunkt

Münder, aus: ZERO 3, Foto:  ZERO Foundation Düsseldorf

Düsseldorf, 1958: In der bedrückenden Zeit nach dem Krieg schlossen sich die Künstler Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker zur ZERO-Gruppe zusammen. Sie und eine wachsende Anzahl von Zeitgenossen aus Frankreich, Japan, Südamerika und anderswo wollten „bei Null“ beginnen, sich über Ländergrenzen hinwegsetzen, den Krieg und den düsteren Expressionismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hinter sich lassen. Mit unüblichen Materialien wie Aluminium, Glas, Nägeln oder Plastik, technischen Experimenten und Happenings propagierten sie einen künstlerischen Neuanfang.

Bis zum 8. Juni 2015 zeigt eine Ausstellung im Gropius-Bau Berlin zahlreiche avantgardistische Installationen des Künstler-Netzwerkes ZERO. Eindrucksvoll setzen sie dabei Licht, Raum, Bewegung und Farben miteinander in Verbindung. Mit der Ausstellung kann man das Erfrischende, Vibrierende der ZERO-Werke wiederentdecken: Was damals absurd schien, wirkt heute modern.

Außerdem gibt es ein außergewöhnliches Begleitprogramm, wie zum Beispiel die „Performance Nacht“ am 11. April. Dabei werden die Kunstwerke und Ausstellungsräume die gesamte Nacht lang mit Musik, Tanz und Essen belebt. Es kann sogar mitten im Museum übernachtet werden!

Klicke durch die Galerie, um einen Vorgeschmack auf die Ausstellung im Gropius-Bau zu bekommen.

„Zero – Die internationale Kunstbewegung der 50er und 60er Jahre“, vom 21. März bis 8. Juni 2015 im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7,  Berlin-Keuzberg, S- und U-Bahn: Potsdamer Platz. Öffnungszeiten: jeden Tag (außer Dienstag) von 10-19 Uhr. Eintritt: 11 Euro, ermäßigt 8 Euro (bis 16 Jahre Eintritt frei).

(Foto oben: Münder, aus: „ZERO 3“,  ZERO Foundation Düsseldorf)

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