Mit dem Joint im Mund gegen Cannabisverbot in Kreuzberg

24.07.13 Görlitzer Park Drogenproblematik 3

Seit dem 31. März 2015 greift Berlins Innensenator Frank Henkel durch: um die Verwahrlosung des Görlitzer Parks zu stoppen, will er die Kiffer verbannen. „Null Toleranz“ soll künftig denjenigen widerfahren, die mit Cannabis in Kreuzbergs zentralem Naherholungsgebiet erwischt werden. Die Grenze, ab wann man mit Strafe rechnen muss, ist ab sofort heruntergesetzt. Auch wer weniger als 15 Gramm Cannabis mitführt, kann sich auf Ärger mit der Staatsanwaltschaft einstellen. Mit diesen Maßnahmen hofft Berlins Innensenator die Verkäufer und Konsumierende aus dem Park zu vertreiben.

Die Berliner Freunde des Cannabis sind entsetzt. Eben wollten Politiker noch einen Coffeeshop im Görlitzer Park eröffnen, nun droht Ärger mit Polizei und Behörden, wenn auch nur ein paar Krümel Gras mit sich geführt werden. Befürchtung: der Görlitzer Park ist nur ein Test, Frank Henkel könnte das Cannabis-Verbot auf weiter Parkanlagen Berlins wie die Hasenheide oder den „Schlesischen Busch“ ausweiten. Am 1. April findet deshalb ein „Kiff-In“ statt. Einer der Initiatoren der Veranstaltung, der namentlich ungenannt bleiben will, erzählt bei „BLN.FM Live“, wie die Idee zu der Protestaktion entstand und was genau passieren soll. Die Berliner Polizei sagte übrigens auf BLN.FM-Anfrage, dass sie die Veranstaltung „beobachten“ will.

„Großes Solidaritäts Kiff-In“, Görlitzer Park, 1.4.2015, 18 Uhr

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(Foto: Kai La Quatra für BLN.FM)

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