Mauerpark – 700 Wohnungen vs. „Weltpark“

 

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So könnten die Wohnungen aussehen (Quelle: Groth Gruppe)

Wohnraum in Berlin ist knapp. Besonders in der Innenstadt. Dennoch gibt es emotionale Auseinandersetzungen um neue Bauprojekte. Die heißeste Diskussion geht seit mehreren Jahren um 700 neue Wohnungen, die am Mauerpark entstehen sollen. Der Bauunternehmer Thomas Groth will die Brache nördlich des Mauerparks bebauen. Nicht nur schicke Eigentumswohnungen sollen entstehen, sondern auch 120 Sozialwohnungen, die maximal 6,50 € pro Quadratmeter kosten werden. Das macht ungefähr 400 € Kaltmiete für eine Zwei-Zimmer-Wohnung. Geplant sind dazu noch eine Kita und ein öffentlicher Spielplatz.

Doch einige Mauerpark-Freunde kämpfen seit Jahren erbittert gegen die Bebauung des nördlichen Randbereiches, um den sie stattdessen den Mauerpark erweitern wollen. „Wir werden gegen diese Baupläne zu Felde ziehen und ganz deutlich zeigen, dass hier eine gesellschaftliche Mehrheit existiert, die den Park haben will“, sagt Reiner Funke, Sprecher der Mauerparkstiftung „Welt-Bürger-Park“ dem rbb. Ähnlich wie beim Tempelhofer Feld wollen die Mauerpark-Freunde mit einem Bürgerbegehren die zukünftige Bebauung verhindern. Selbst wenn es nicht klappen sollte: Mit der Unterstützung wollen sie eine politische Diskussion in Prenzlauer Berg und Wedding anstoßen. Der Investor hat hingegen angeboten, einen anderen, etwas kleineren angrenzenden Bereich des Mauerparks für eine Erweiterung zur Verfügung zu stellen.

Mauerpark Bebauung

Die Bebauungspläne für das Gebiet nördlich des Mauerparks können auf der Webseite des Bezirksamts Mitte eingesehen werden.

(Foto:  Alexander Puell)
Karte: openstreetmap.de)

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