Kein Alk-Verkauf nachts im Späti: Politiker wollen Berlin trocken legen

 

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Eine Flasche Bier für den Nachhauseweg von der Party? Das könnte bald schwierig werden in Berlin. Denn Politiker in Berlins regierender CDU planen den Verkauf von Alkohol in Spätis und Tankstellen zwischen 22 und 5 Uhr zu verbieten, schreibt der Tagesspiegel. Grund: Jugendschutz! Peter Trapp, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus dazu: „Das Verbot soll den exzessiven Alkoholkonsum junger Leute bis hin zum sogenannten Komasaufen erschweren“. Auch der Gesundheitsexperte der SPD-Fraktion Thomas Isenberg spricht sich für eine Einschränkung aus. Er schlägt vor, dass nachts nur an wenigen Orten Alkohol verkauft werden soll: zum Beispiel in Supermärkten.

Auf die Idee wurden die Politiker durch eine neue Statistik aus Baden-Württemberg gebracht. Dort herrscht bereits seit März 2010 ein Verbot der Abgabe von Alkohl zwischen 22 und 5 Uhr. Das Ergebnis: 7 % weniger betrunkene Jugendliche, die in einer Klinik zur Entgiftung landeten. Doch auch in Berlin ging die Zahl der Komasäufer in den letzten drei Jahren um knapp ein Viertel zurück, fand der Tagesspiegel heraus. Und das ohne Verkaufsverbot! Noch sehen das Politiker der Berliner Regierungskoalition anders – und diskutieren das Verbot in Fachgremien des Berliner Abgeordnetenhauses. Es gibt dort aber auch Gegenstimmen. Die Grünen sprechen sich gegen ein Verbot aus. „Die Erziehung zu mündigem Konsum“ sei wichtiger, sagt ihr Abgeordneter Benedikt Lux.

(Foto: Flickr: kratzbaum (CC BY-NC 2.0))

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