Ein bisschen „Fusion“ am Berliner S-Bahn-Ring

räuberhöhle fusion 2013 by  Merlijn Hoek flickr,  (CC BY-NC-ND 2.0)

Mensch Meier – so heißt der Club, der am 30.01.2015 offiziell im Industriegebiet am östlichen S-Bahn-Ring in Lichtenberg eröffnete. An der Storkower Straße nähe Landsberger Allee versteckt sich der neue Club hinter einem relativ hohen, blickschützenden Zaun. Organisiert wird er von den Machern der „Räuberhöhle“ auf dem Fusion-Festival. Betrieben wird er vom Verein zur Förderung von kulturellem Tatendrang, der bereits 2014 einen Spendenaufruf gestartet hatte, um die Verwirklichung des „Mensch Meier“-Projekts zu finanzieren. Das hat sich rumgesprochen, denn bereits am Abend nach der Eröffnung bildete sich vor der ehemaligen Lagerhalle des VEB Berlin-Projekt Spezialpumpen eine Schlange. Der gute Ruf der teilnehmenden „Fusion“-Veranstalter eilt dem Club voraus. Am Einlass gibt es Berliner „Underground“-Szene-Gesetze und Berghain-Allüren: Fotofähige Handys klebt das Personal mit Stickern zu. Auch wir hielten uns brav an das Fotoverbot.

Hinter einem matschigen Innenhof mit einem Dixie-Klo drängen sich die Clubgänger in einen Flachbau. Drei Tanzflächen bietet das Mensch Meier: Musikalisch geboten wird Techno, Hip-Hop/Funk und Drum’n’Bass. Jeder Raum geht von einem grauen Betonflur ab. Erst wenn man einen betritt, stößt man auf Dekoration, verspielte Details und politische Statements – in einem kleinen Rahmen hängt beispielsweise eine Karikatur des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo.

Bauart und Konzept vom Mensch Meier erinnern stark an das mittlerweile geschlossene „Morlox“ in der Revaler Straße im Friedrichshain und das „about blank“. Das bunt gemischte Publikum störte sich nicht an der stickigen Luft, sondern tanzte munter. Stärken konnte es sich an einem Pizzawagen auf dem Innenhof, der den Gästen mit Wärme und witziger Musik eine angenehme Verschnaufpause gönnte. Gegen fünf Uhr standen immer noch Leute an – der Buschfunk mittels SMS und Facebook funktionierte prächtig, obwohl der Club keine Seite in sozialen Netzwerken hat.

(Foto: Räuberhöhle auf dem „Fusion“-Festival, 2013 / Merlin Hoek, flickr (CC BY-NC-ND 2.0))

8 Kommentare zu „Ein bisschen „Fusion“ am Berliner S-Bahn-Ring

  1. „Auch wir hiel­ten uns brav an das Fotoverbot.“ und dann dekoriert ihr euren Artikel mit einem Foto aus selbiger Location, wo man auch noch direkt Leute erkennen kann – geht´s noch?

    1. Das Bild zeigt die „Räuberhöhle“ auf dem „Fusion“-Festival. Es ist nichtmal von uns, sondern frei im Netz verfügbar. Das steht auch ganz unten im Artikel.

      1. auch da ist das Fotographieren nur für private Zwecke erlaubt. schade, dass ihr einen Kodex hochalten wollt und ihn dann selber bricht.da sspielt es auch keine Rolle, ob das Bild frei im Internet ist oder nicht.

  2. macht ja nix in dem sinne – auf der fusion soll ja auch nicht fotografiert werden und man muss ja nicht unbedingt bilder weiter verbreiten, wo leute klar drauf zu erkennen sind…

    1. du bist lustig ana on, hauptsache mal die fresse aufreißen.
      aber, warte mal. is ja auch schon wieder dienstag!
      in dem sinne RAVE ON!

  3. scheiss wichtigtuer! und dann nicht mal den arsch in der hose haben, das eigene gesülze rückgängig zu machen! der einzige typ, der sich auf dem bild möglicherweise nicht so dargestellt haben wöllte, ist nicht wiedererkennbar! also, who cares?

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