Argy & Mama: Retro trifft Moderne

argy-and-mama-by-Nicolas Kantor

Zwei nicht unerfolgreiche Solo-Künstler tun sich zusammen, um gemeinsam mal etwas Neues zu probieren: So könnte man die Gründungsgeschichte von Argy & Mama in einem Satz zusammenfassen. Beatbastler Argy suchte eine Stimme für seine Tracks und fand sie in Mama. Ihr Debütalbum „Dominonation“ erscheint dann auch direkt auf Bpitch Control – die Erwartungen sind also hoch. Was hat das Duo dem Hörer zu bieten?

Die elf Tracks des Albums vergnügen sich fröhlich mit allen Kindern auf dem Spielplatz der elektronischen Musik – die Bandbreite reicht von Eurodance-Einflüssen über UK Garage und Future RnB bis hin zu clubbigem House. Paradebeispiel für die Adaption des klassischen 90er-Eurodance ist „Without Me“. In diesem Track arbeiten Argy & Mama mit einem Synthielauf, der stark an den Eurodance-Superhit „Show Me Love“ erinnert, mit dem Robin S. 1993 die Charts unsicher machte.

„Niche“ hingegen tritt den Beweis an, dass 2Step und UK Garage immer noch gut und innovativ klingen können. Ein Track wie dieser würde sich auch auf dem nächsten Disclosure-Album gut machen. Mehr in Richtung HipHop und RnB driftet „Kill For My Treats“, einer der Songs, der vor allem von Mamas Stimme getragen wird.

Alles in allem ist „Dominonation“ kein verkopftes oder gar frickeliges Electrowerk, sondern eine Tracksammlung, die in Clubs und Bars dieser Welt gut funktionieren wird: immer haarscharf am Pop vorbei und trotzdem eingängig genug, um sofort im Ohr hängen zu bleiben

(Foto: (c) Nicolas Kantor)

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