Schöneweide bleibt „Schweineöde“

schoeneweide schweineoede  by wikicommons,  IngolfBLN, 2012  (CC BY-SA 2.0)

Abbruchkater statt Aufbruchstimmung im Südosten Berlins. Zum Frühjahr 2014 zog der ehemalige Kater Holzig-Nachbar Kiki Blofeld ans Spreeufer nach Oberschöneweide. Doch die Sommersaison 2014 wird die einzige in Schöneweide bleiben: Das Kiki Blofeld hat dicht gemacht und wird auch nicht mehr zurückkehren. Warum? „Dazu haben viele Gründe geführt, zum einen hat unser Vermieter andere Pläne und die Hallen werden ab März saniert zum anderen haben die Ämter alles dafür getan um uns loszuwerden“, verlautbart die Facebook-Seite des Open Air-Clubs nachträglich.

Doch der Tagesspiegel fand mehr heraus: Beim Vermieter Sven Herrmann steht der Club mit mehreren Tausend Euro Mietrückständen in der Kreide. Die Ämter warteten auf ein Konzept für den Brandschutz und ein Lärmgutachten und duldeten das Kiki Blofeld deshalb nur befristet in Oberschöneweide. Kiki-Betreiber Gerke Freyschmidt hingegen zog die Notbremse. Hauptgrund dürfte aber sein, dass 2015 die Reinbekhallen renoviert werden und das Gelände damit für die Saison 2015 nicht zur Verfügung steht.  Und von der Fußball-WM abgesehen, hielt sich der Besucherandrang 2014 noch in Grenzen.

Der Vermieter will jedenfalls, dass es ab 2016 wieder einen Club in Schöneweide gibt – mit oder ohne Kiki. Die Coolness-Kampagne für den ehemals verschlafenen Südberliner Stadtteil pausiert also nur.

(via Tagesspiegel)

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(Foto: Bahn-Unterführung Schöneweide, wikicommons IngolfBLN (CC BY-SA 2.0))

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