A100-Ausbau – Die Tage von Renate und Magdalena sind gezählt

Wilde Renate

Treptower Park bis Frankfurter Allee – das ist der Verlauf, den der 17. Abschnitt der A100 nehmen soll. Der planmäßige Bau dieses Teilabschnitts wurde letzte Woche von den Berliner Regierungsparteien abgesegnet. SPD und CDU im Abgeordnetenhaus fordern den Senat auf, dass der Bund so schnell wie möglich den Bau auf dem Abschnitt zwischen Treptow zur Frankfurter Allee in die Wege leitet, berichtete die Berliner Morgenpost. Für das Berliner Nachtleben könnte es dann schneller als erwartet bedeuten, dass die Clubs wie Wilde Renate und der sich gerade in der Aufbauphase befindende Club Magdalena dicht machen müssen.

Derzeit wird die Autobahn in Richtung Treptow ausgebaut – trotz Protesten von Einwohnern und Kleingärtnern. Die Berliner Regierungsparteien wollen jetzt Tempo machen. Die Kosten der Trasse werden von Experten auf eine Milliarde Euro geschätzt. Noch vor vier Jahren sprach sich der jetzige SPD-Fraktionschef Raed Saleh gegen den Ausbau der Autobahn aus: „Es ist falsch auf Beton zu setzen“. Der Ausbau sei „umweltpolitisch fatal“.

A100- geplanter Ausbau

(Abbildung: Alexrk2, (CC BY-SA 3.0))

(Foto: Juska Wendland, (CC BY-NC 2.0))

25 Kommentare zu „A100-Ausbau – Die Tage von Renate und Magdalena sind gezählt

  1. Wie soll das bitte am Ostkreuz werden? Die A100 über die Bahn-Trasse oder unten durch? Und danach soll es bitte wie weitergehen? Werden die Häuser in der Gürtelstraße einfach gesprengt? Was brauchen wir denn nötiger? Wohnraum oder Autobahn?

    1. Schau mal auf die Karte! Ab Ostkreuz bis Frankfurter Allee (also auch Gürtelstr.) gäb’s n Tunnel. Trotzdem unfassbar beknackt!! Die Stadtautobahn verschandelt doch jetzt schon alles. Elsenbrücke als Autobahn? Unglaublich hässlich alles.

        1. guck mal rechts raus, wenn du mit der s-bahn von ostkreuz bis treptower park fährst. genau diese „brache“ (inklusive wagenburg und renate) wird weggebombt.

          1. kenn ich. hangar ist auch schon zu.
            die leute, die auf der anderen straßenseite wohnen, sind sicher auch vollends begeistert.

  2. ist schon lange bekannt…und die renate crew wie auch die magdalena crew wissen und wussten worauf sie sich einlassen….trotzdem schade, klar. aber n paar jahre ham sie ja noch

  3. Gerüchte sagen die Macher der Renate sind auch Eigentümer?! Dann werden sie sich den Verlust sicher ordentlich versilbern lassen…

  4. ostkreuz und gürtelstraße werden, wie auch auf der skizze zu sehen, untertunnelt. an der vorleistung (tunneldecke und -wände) unter den gleisen der stadtbahn wird schon seit jahren gebaut. die gürtelstraße soll wohl, wie ich gehört habe, zweigeschossig untertunnelt werden.

    1. ich zweifle stark am sinn dieser autobahn-verlängerung. unter der spree durch oder oben drüber? und was ist mit dem streifen zwischen markgrafendamm und bahntrasse?

  5. das wird super – eine autobahn die auf der, jetzt schon überlasteten, frankfurter endet – stau bis schönefeld – denen hamse doch in’s hirn …..

  6. solange wir eine schwarzes Loch für Steuergelder (gemeint ist unser Lieblingsflughafen) vor der Haustür haben würde ich von einer zweiten Riesenbaustelle abraten und den Berlinern noch ein bisschen Spaß in ihren Clubs gönnen

  7. Hier schreiben auch nur die die wenig Weitblick haben, was?! Warum sollte es mehr Verkehr an den Straßen geben, die die Autobahn entlastet?! Das macht wenig Sinn, denn auf den Straßen (Am Treptower Park, Stralauer Allee) fährt auch heute der Verkehr Richtung Schönefeld diesen Weg. Ich als Friedrichshainer finde diese Verlängerung sinnvoll. Sie ist vom Ostkreuz bis Frsnkfurt Allee mit einem Tunnel optimal gelöst. Das einzige, was schade ist, dass alte Gebäude in dem vor einiger Zeit noch das Neue Deutschland saß ist denkmalgeschützt, wird aber für die Autobahn abgerissen.
    Hätten die Berliner in den 90er Jahren so einen Aufstand um jede Bebauung gemacht würde es hier noch so aussehen wie ’85! Und als Urberliner kann ich Euch sagen, dass das keiner Will. Also lebt in Berlin mit der Veränderung. Die Clubs ziehen weiter und es etablieren sich neue Clubs. Oder wer von Euch geht über zehn/fünfzehn Jahre in ein und den selben Club?

  8. Das nenne ich mal echt weit mitgedacht….
    Mal kurz auf den Punkt gebracht:
    Wachsende Metropolstadt -> Zunahme Einwohner -> Zunahme Autoverkehr -> Abnahme Wohnraum -> Zunehmdes Verkehrchaos durch mehr Privatpkws.
    Ich wäre für kostenlosen ÖPNV in Berlin andere Städte machen es vor.

  9. Hoffentlich sorgen sie wenigstens für sichere Rad- und Fußwege, gerade im Bereich der Brücke. Oder wird eine zweite Brücke gebaut?

  10. Wenn man bedenkt, dass der Radverkehr sich in den letzten Jahren auf ca. 20% (Modal Split) erhöht hat, Berlin hierfür genau 0€ investiert und gleichzeitig in eine Mobilität der Vergangenheit (individueller KFZ-Verkehr) 1.000.000.000€ investiert wird, gerät mein Sinn für Gerechtigkeit leicht in Schieflage.

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