Berliner wünschen sich: „Technostrich“ soll familienfreundlich werden

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Das RAW-Gelände an der Warschauer Brücke ist Hölle und Paradies zugleich. Der Party-Ballermann mit Suicide Circus, Cassiopeia, Astra und anderen Amüsierbetrieben sorgt für Entertainment, aber auch für viel Krach und Drogenprobleme im angrenzenden Kiez. Der älteste Mieter auf dem Gelände ist der Verein RAW. Dieser begann 1999, das damals geschlossene und leerstehende Gelände mit Kultur zu beleben. Schon zu der Zeit wollte er zusammen mit Bewohnern des Nachbarviertels das Gelände weiter entwickeln. Diese Mission ist noch nicht erfüllt.

So befragte der Verein zwischen April und August 2014 1029 Menschen aus dem umliegenden Kiez, wie das RAW-Gelände künftig genutzt werden könnte. Das Ergebnis: Die Anwohner wollen weniger „Technostrich“, stattdessen sprechen sich 80% für Werkstätten, Flohmärkte und Grünflächen aus. Drei Viertel der Befragten hätten auch gerne mehr Platz für Ausstellungen, Proberäume und Freizeitangebote wie Kletterwände. Clubs, Restaurants und Cafés sind da weit weniger beliebt: Gerade mal 40% aller Befragten möchten mehr davon.

Der Bezirk Friedrichshain wünscht sich ebenso wie die Anwohner ein Gelände für Freizeit und Naherholung. Einer von den zwei Eigentümern des Geländes sieht das allerdings anders. Er möchte auf seinem Grundstücksteil Wohnungen bauen. Somit entbrannte ein noch andauernder Rechtsstreit zwischen den beiden Eigentümern. Es dürfte also noch etwas dauern bis sich etwas ändert auf dem „Technostrich“.

 (Foto: Mikado59 (CC BY-SA 3.0)

 

 

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