Ist die Festival-Blase geplatzt?

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Großveranstaltungen haben es 2014 schwer. Das „Greenville“-Festival in der Nähe von Berlin wurde abgesagt. Offiziell nannten die Veranstalter keine Gründe, doch Fans vermuten geringe Ticketverkäufe. Auch das „Berlin Festival“ zog vom Flughafen Tempelhof auf das wesentlich kleinere Arena-Gelände. Auf der Pressekonferenz sagten die „Berlin Festival“-Veranstalter zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung, dass man zu lange auf die ausstehenden Genehmigungen von Berliner Ämtern hätte warten müssen. Aus internen Kreisen sickerte hingegen, dass die Tickerverkäufe hinter den Erwartungen zurückblieben – und somit die Entscheidung zum Umzug begünstigt hätten.

Falsch kalkuliert? Tobias Debuch unterrichtet Musikmanagement in Hamburg und beschäftigte sich mit den Tricks der Konzertveranstalter, ihr eigenes Mißmanagement zu kaschieren. Und davon gibt es so einige. Im Mai dieses Jahres gab es dazu auch einen Bilderbuchfall: Prince sagte sein groß angekündigtes Berlin-Konzert im Tempodrom im Mai ab. Der Ticketverkauf lief schleppend – vielleicht auch deshalb, weil Eintrittspreise um die 300 Euro gefordert wurden. Schon nach vier Tagen war der Vorverkauf beendet – nachdem der Veranstalter den Preis pro Ticket auf 94 Euro senkte.

Außerdem ist Tobias Debuch noch Mitbegründer von Ticcats.de, einem Internetdienst, der Preise von Konzerttickets unterschiedlicher Anbieter vergleicht. Denn Schuld an den zu hohen Ticket-Preisen seien nicht die  Künstler, sondern Unternhemen wie Eventim und Co.

Ob der Festival-Boom vorbei ist und wie Künstler in Zukunft am besten ihr Geld verdienen, das erzählt der Experte im Interview mit Katharina Stüber.

 

(Foto: DaSchCC-BY-SA-3.0))

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