„achtung berlin“-Filmfestival: Mehr Filme von mehr Frauen

"welcome goodbye", Film Still

„Das wichtigste Festival der Stadt, weil Berlin die Hauptrolle spielt“, bewirbt die Schauspielerin Nina Kronjäger das „achtung berlin“-Filmfestival. Seit 10 Jahren zeigt es neue Spielfilme und Dokumentationen, die in der Haupstadtregion entstanden sind. Im Wettbewerbs konkurrieren Premieren um die Gunst des Publikums. Unter den 90 Filmen, die dieses Jahr gezeigt werden, sind ein Großteil von jungen Filmemacherinnen. Isabell Šuba behauptet: „Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste“ und Nana Rebhan sagt: „Welcome Goodbye“. BLN.FM hat schon ein paar der interessantesten Filme herausgepickt.

Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste

"Männer zeigen Filme Frauen zeigen Brüste", Film Still, Quelle: hff-potsdam

Auch die Filmbranche ist sexistisch: Frauen stolzieren mit tiefem Dekolleté über die roten Teppiche der Premieren, während Männer in Anzügen die Entscheider geben. Die Filmemacherin Isabell Šuba hat deshalb ein Experiment gewagt: Nachdem sie wegen eines Kurzfilms eine Einladung zu den 65. internationalen Filmfestspielen in Cannes bekam, drehte sie einen Film mit dem Festival als Kulisse, das 2013 im „großen“ Wettbewerb keinen einzigen Film einer Regisseurin zeigte. Schauspielerin Anne Haug schlüpft in die Rolle der Regisseurin und steigt in einem überbuchten Hotel ab. In Cannes will sie zusammen mit Chauvi-Produzent David für ein neues Projekt Geldgeber begeistern.

 

Antons Fest

"Anton's Fest", Film Still, Quelle: antonsfest

Vor einigen Jahren ist Anton untergetaucht. Doch zu seinem 30. Geburtstag hat er acht seiner engsten Freunde und Verwandten in ein altes Landhaus eingeladen. Doch schnell wird klar, dass hier keine unbeschwerte Party stattfindet. Denn während der Gastgeber abwesend bleibt, wärmen alle Beteiligten ihre alten Konflikte wieder auf. Regisseur John Richard verarbeitet in seinem Film, wie seine eigene Famile auf den plötzlichen Tod seiner Schwester reagierte.

 

Goodbye Welcome

"Welcome Goodbye", Film Still, Quelle: startnext

Eine Gruppe von Taiwanesinnen will in nur acht Tagen ganz Europa erleben, ein mexikanischer Filmemacher während seines zweitägigen Aufenthalts einen Kurzfilm realisieren und ein holländischer Schriftsteller möchte einen Roman über die Hauptstadt schreiben. Regisseurin Nana Rebhan zeigt in ihrem Dokumentarfilm „Welcome Goodbye“, wie Touristen Berlin verändern. Dafür begleitet sie nicht nur Touristen selbst, sondern spricht auch mit Politikern, Managern, Städteforschern und „Eingeborenen“.

 

 

„achtung Berlin!“, 9.-16. April 2014 in Kino International, Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz, Tilsiter Lichtspiele, Filmtheater am Friedrichshain, Volksbühne. Ticketpreis 8 €. Das Komplettprogramm findet ihr auf der Seite vom „achtung berlin“-Festival.

(Foto: Promo HFF)

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