BLN.FM-Spezial: GEMA vs. Clubs

GEMA-Streitgespräch bei BLN.FM mit Lorenz-Schmid (GEMA) und Olaf Möller (Clubkommission, Livekomm)

Anfang April 2012 veröffentlicht die GEMA, die Verwertungsgesellschaft für Musik in Deutschland, ihre neuen Tarife für Veranstalter (BLN.FM berichtete). Diese umfassen auch saftige Erhöhungen: nach Angaben der Petition „Gegen die Tarifreform 2013 – GEMA verliert Augenmaß“ müssen Clubs zwischen 400 und 1400 Prozent mehr Geld für Musik abführen. Dem steht gegenüber, dass die GEMA-Gebühren für die gespielte Musik bislang einen äußerst niedrigen Anteil im Budget von Parties ausmachten (PDF beim Berliner Stadtmagazin tip).

Auch das Berliner Nachtleben sieht sich betroffen, das Berghain etwa unterstützt auf seiner Webseite die Kampagne gegen die neuen Tarife. Auf einer Anti-GEMA-Demonstration am 25. Juni 2012 verkündete Olaf Möller von Clubkommission sogar, dass Berlins renommiertester Club zum 1. Januar 2013 schließen würde, wenn die Tarife so blieben – eine Hiobsbotschaft, die mittlerweile auch international die Runde machte.

BLN.FM hat GEMA und Clubs erstmals an einen Tisch gebracht: im BLN.FM-Studio diskutieren Lorenz Schmid, GEMA-Bezirksdirektor in Hamburg und Olaf Möller, Chef der Berliner Clubkommission, eine Stunde über die neuen Tarife. Zu hören gibt es das in einer Sondersendung.

Die Spezialsendung zum Nachhören:

Eine Kommentar zu „BLN.FM-Spezial: GEMA vs. Clubs

  1. Die GEMA Tarifreform ist nicht zwanghaft falsch, aber definitiv falsch im Ansatz.

    Eine „pauschale“ „geschätze“ Abrechnung kann nicht funktionieren.
    Eine 10% vom Eintrittpreisabrechung ist auch nicht sinvoll da die Clubs ihre Eintrittpreise selbst festlegen.

    Diese Rechnungen gehören alle über einen Haufen geworfen.

    Die einzige Rechnung die wirklich fair verlaufen würde, wäre Pro Gast und Pro Gemapflichtigen Song einen festen Betrag festzulegen.
    Egal wie groß der Club, egal wie groß das Eintrittsgeld.

    Am ende vom Monat eine Statistik an die Gema zu senden „Wir hatten im Schnitt am tag X Gäste und haben X Gemapflichtige Songs gespielt“ oder von mir aus auch eine tägliche Auflistung ist durchaus machbar.
    Die Anzahl der Gäste ergibt sich aus der Anzahl der verkaufen karten.
    Und eine Liste erstellen (gerade mit einem Laptop) welche Songs gespielt wurden sollte nicht das große Problem sein falls es die Gema schafft eine Liste alle Musiktitel zu erstellen.

    Warum muss es denn immer so kompliziert sein mit zick tausend Sonderregelungen?

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