Jäger und Sampler #3

Last night the DJ shaved my wife oder: Von Riddims, Remixes und Mashups

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Nach der Entwicklung des modernen Samplings und seinen rechtlichen Rahmenbedingungen widmet sich Georg Fischer in der dritten Episode von „Jäger und Sampler“ einem weiteren Sampling-Phänomen: dem Remix!

Die musikalische Reise führt uns gleich mal nach Jamaika führt, wo in den Dancehalls und von den Soundsystems die Dubs als erste Vorläufer der modernen Remixes zur Unterhaltung des Publikums aufgelegt wurden. Ach, und weil’s dort so herrlich schön ist, bleiben wir auch gleich mal auf der Tanzfläche. 20 Jahre später, ähnliches Prinzip, nur diesmal unter dem Glitter der Discokugel oder im Ranz der amerikanischen Warehouses: der kleine Bruder des Remixes, der Edit versüßte den DJs das Auflegen von House- und Disco-Platten, denn mit ihm konnten sie die Musik einfacher denn je ineinandermixen und damit die Tanzfläche kontinuierlich auf Trab halten. Und was zuerst nur von der Musikindustrie als DJ-Version auf die B-Seiten gepresst wurde, setzte sich schon bald auch im gesamten Pop als musikalisches Prinzip durch. Bis hin zu den verrückten Mashups, bei denen kein Song heilig und niemand sicher ist: dabei ist es eine wahre Kunst, zwei oder mehr Songs so übereinander zu legen, dass daraus wiederum ein neuer entsteht.

Die Remix-Praxis bleibt zentrales Prinzip, egal ob Songs nachgespielt, interpretiert, neu abgemischt, kombiniert oder übereinandergeschichtet werden. Jäger und Sampler präsentiert Euch die spannendsten Formen kennenlernen, die das Remixen zu bieten hat!

Alles weitere zu Jäger und Sampler findet ihr auf dem dazugehörigen Blog.

Hier gibt’s die Show on demand:

[podcast]http://www.bln.fm/media/audio/shows/jaegerundsampler/20101102_jaegersampler_november..mp3[/podcast]

Und das gibt’s zu hören:

  1. Coldcut & Steinski – Lesson 3 (The History of HipHop)
  2. Harry Mudie Meet King Tubby’s – Strip Tease Dub
  3. Sound Dimension – Real Rock Riddim
  4. Winston Reedy – Lend me
  5. Orlando Riva Sound – Moonboots (A Tom Moulton Mix)
  6. Eddie Kendricks – Keep on Truckin (A Tom Moulton Mix)
  7. Product 01 – Heart ov Glass
  8. Wax Audio – Staying Alive in the Wall
  9. Poj Masta – Scummer Mix
  10. Osymyso – Intro Inspection
  11. The Avalanches – Since I left you
  12. Booka Shade – Night Falls (Larry Gold’s ‚Night Falls Over Philly‘ String Version)
  13. Moby – Go (Trentemoller Remix)

5 Antworten zu „Jäger und Sampler #3

  1. und wieder einmal habe ich die ankündigung, dass der podcast nach der 2. radio ausstrahlung nun auch online ist, verpasst.

    und was les ich als erstes?

    Dubs…

    ma‘ reinhörn.

  2. Did I just listen the very first dub?

    Interessant auch zu wissen, dass der MC früher der Plattenreiter war:

    Master of Ceremony

    Nur welcher Zeremonie?

    Die Sendung erlaubt dir doch nur, in wildester Aneinanderreihung durcheinander Musik zu spielen, auf die du Bock hast.

    Der Heart ov Glass REmix ist natürlich wüst…

    aber sind bootlegs nicht auch nicht autorisierte Konzertmitschnitte?

  3. Posted by Jon | November 21, 2010, 18:56
    > Die Sendung erlaubt dir doch nur, in wildester Aneinanderreihung durcheinander Musik zu spielen, auf die du Bock hast.

    Die Sendung ist gut recherchiert und vorgetragen (von jemandem, der nicht als Jornalist und schon gleich drei mal nicht als Radiojournalist, arbeitet eine reife Leistung) und richtet sich ja auch nicht an die Heads und Nerds, deren Knowledge sowieso mikroskopisch granular, katalogisiert und in Arroganz eingewickelt auf irgendwelchen Kellerparties zum Besten gegeben wird, sondern an jeden, der mit dem Thema noch nicht so viele Berührungspunkte hatte.

    Und ein so kurzer Überblick über ein so großes Thema führt automatisch zu „wilder Aneinanderreihung“…

  4. Meine Herren,
    hier liegt ein Missverständnis vor. Danke für die Blumen, Ray, aber Jon und ich kennen uns gut und ich hatte seinen Kommentar auch nicht als Kritik an meiner Sendung aufgefasst. Ich finde auch, es ist nicht gerade die feine englische, hier gegen Parties zu wettern. Im Übrigen habe ich schon mehrmals für Jon in der Kapelle aufgelegt, von dem her geht der Seitenhieb auch an mich.
    Peeze
    Georg

  5. Und nun zum Wichtigen, nämlich dem Inhalt:

    das mit der Zeremonie kann ich auch nicht genau sagen, laut Wikipedia hat die Bezeichnung tatsächlich einen religiösen Hintergrund, wurde dann aber allgemein verwendet für jegliche Form von Moderator.

    und mit den Bootlegs hast Du natürlich recht, das sind genauso auch nicht autorisierte Mitschnitte zB von einem Konzert. Ich denke, der Begriff wurde bewusst genommen und auf Bastard Pop etc angewendet, um den Aspekt des Illegalen, Piratischen, Verwegenen zu betonen.

    Grüße

    P.S.: Am interessantesten find ich eigentlich, dass sich bisher keiner über das Stück von Osysmyso oder die anderen Mashups beschwert hat. Das ist ja nicht unbedingt so leichte Kost, würd ich mal sagen…

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