Air: Chansons D’Amour

AIRWir sollen Nicolas und Jean-Benoît in der der Aqua Lounge des Radisson Blu Hotels am Alexanderplatz treffen. Natürlich sind wir etwas zu früh und damit die ersten in dem großen und halbdunklen Raum. Lediglich eine Lederjacke hängt lapidar über einen der Barhocker. Auf dem Tresen dann noch eine Packung Zigaretten, ein Feuerzeug und der Ablaufplan der Band für den heutigen Tag. Als die beiden Herren nach 10 Minuten den Raum betreten, kann man sehen, dass sie sich Mühe gegeben haben, nicht allzu verwuselt auszusehen. Aber so ganz ist es ihnen nicht gelungen. So führt der erste Weg auch nicht vors Mikrofon, sondern zur üppig ausgestatteten Kaffeebar. Nachdem wir gemeinsam den Kaffee runtergespült hatten („Wenigstens isser warm!“), konnte unser doch etwas länger gewordenes Gespräch losgehen.

Tim: Im Internet können Eure Fans alles Mögliche über euer Privatleben lesen. Würdet ihr sagen ihr habt eine Art „offene Beziehung“ zu euren Fans?

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Nicolas: Nicht wirklich. Ich freue mich sehr unsere Fans auf der Straße zu treffen oder so, aber ich kenne mich mit diesem ganzen Internet-Kram wie Twitter, Myspace oder Facebook einfach nicht aus. Ich bin da eher sehr „oldschool“.

Tim: Ihr habt im Internet einige Zeit vor Veröffentlichung einen Mini-Mix von „Love 2“ im Internet angeboten und euer Song „Do The Joy“ geisterte durch’s Internet. War das eure Idee, oder hat das die Plattenfirma so entschieden?

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Nicolas: „Do The Joy“ ist einer unsere Lieblingstracks auf dem Album und wir haben unserer Platten Firma einfach gesagt „Macht was ihr wollt, aber wir wollen, dass das erste was die Leute von unserem Album hören, der Track ist, den wir am liebsten mögen. Also haben sie diese Viral-Kampange von „Do The Joy“ gemacht und jeder konnte es kostenlos anhören. Ich denke das war ein gutes Beispiel für das Album und waren sehr froh, dass die Leute sich schon in die Stimmung einfühlen konnten,  in der wir waren als wir das Album aufnahmen.

Tobey: Ihr habt euch letztes Jahr für einige Monate in euer Studio eingeschlossen und „Love 2“ euer aktuelles Album in einer Art Jam-Session in einem durchproduziert. Kann ich mir dass so vorstellen, dass ihr Unmengen Bier kippt, Kokain zieht und wochenlang nicht duscht?

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JB: Nein, nein. Wir nehmen keine Drogen, trinken auch nicht und sperren die Frauen aus wenn wir an unseren Stücken arbeiten. Bei unseren Tracks liegt sehr viel von der spontanen Improvisation ab. Wenn man eine Idee hat und die nicht sofort aufnimmt und weiterverarbeitet, ist sie für immer verloren. Wenn man sich dann mit Bier oder Frauen ablenkt ist die ganze Energie verloren.

Tobey: Wenn wir gerade von Studios sprechen, ihr habt jetzt euer eigenes Studio gebaut. Wieso habt ihr damit so lange gewartet? Ihr seid schließlich jetzt seit über 10 Jahren im Musikbusiness und finanziell wird es sicherlich auch nicht unbedingt ein Problem sein.

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JB: Wir hatten ein Studio, aber das war ein kleiner, gemieteter Raum. Für elektronische Musik war er gerade ausreichend, aber wir wollten schon immer ein viel größeres Studio mit einem großen Aufnahmeraum haben, aber sowas in Paris zu finden ist nahezu unmöglich. Wir haben also die ganze Zeit gesucht, aber nichts passendes gefunden.

Tobey: Was ist euer Lieblingsintsrument im neuen Studio?

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JB: Für mich ist es glaube ich die Melodica.

Nicolas: Wir kaufen seit ca. 13 – 14 Jahren Musikinstrumente und haben endlich einen Platz in dem wir allem im gleichen Raum haben können. Deshalb ist es schwierig ein bestimmtes auszuwählen, da wir früher ja weniger Platz hatten, haben wir immer eine Auswahl an Equipment für die Album-Produktion getroffen und den Rest eingelagert. Wir haben aber immer wieder wunderbare Keyboards, Gitarren, Drums oder Vibraphone gekauft und endlich haben wir jetzt alles an einem Ort. Jetzt ist es fast so als bekäme man einen Herzinfarkt, wenn man sich die ganzen Instrumente anschaut.

Tobey: Was hat sich an eurer Art Musik zu machen geändert seitdem ihr in eurem neuen, großen Studio seid?

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Nicolas: Wir haben jetzt durch unsere Erfahrungen herausgefunden, dass wir nach 6-7 Stunden im Studio keine gute Musik mehr machen, weil du dann seltsame Ideen bekommst und dann anfängst das zu zerstören, was du bereits erarbeitet hast. Man weiß einfach nicht mehr was gut oder schlecht ist. Es ist also besser wenn man nicht allzu viel Zeit im Studio verbringt. Wir machen morgens und zu Hause viel Musik. Im kreativen Prozess im Studio ist es zwar gut täglich dort zu sein, aber auch nicht Tag und Nacht dort zu verbringen. Das führt nur dazu das man den Fokus auf die richtigen Dinge verliert.

Tim: Euer Album „The Virgin Suicides“ war schon ein großer Erfolg bei den Fans. Das anschließende „10000 Hz Legend“ topte das Ganze dann noch und bei „Talkie Walkie“ waren eure Fans noch euphorischer als jemals zuvor. Habt ihr einen Erfolgsdruck verspürt als ihr euch an die Produktion von “Love 2” gesetzt habt?

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Nicolas: Nein, denn mittlerweile haben wir ganz einfach gelernt, dass ein gewisses Rauf und Runter ganz einfach zum Leben dazu gehört. Wir hatten durchaus auch schon Veröffentlichungen, die sagen wir mal „nur bei einem kleineren Publikum“ ankamen. Der Druck kam aber aus einer ganz anderen Richtung, nämlich aus uns selbst heraus. Denn jetzt hatten wir ja das Studio unserer Träume in dem wir ganz einfach so lange bleiben konnten wie wir wollten und da hatten wir ganz einfach Angst, langweilige Musik abzuliefern. Wir sahen die Gefahr, viel zu lange an den einzelnen Tracks zu arbeiten und sie damit wieder zu zerstören. Das war der eigentliche Druck.

AIRTim: Ihr seid also mit dem Endergebnis zufrieden?

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Nicolas: Ja, auf jeden Fall. Ich bin sehr sehr glücklich. Ich könnte nicht glücklicher sein, da das Album immer noch sehr frisch und spontan klingt. Ich freue mich besonders, da wir nach all den Alben die wir gemacht haben, immer noch in der Lage sind diese frische und spontane Musik zu machen. Das vermisse ich meist auch wenn ich Musik von älteren Bands kaufe. Wenn ich diese Frische haben will, muss ich meist Alben von Newcomern wie MGMT oder Vampire Weekend kaufen und keine von Bands, die schon seit 12 Jahren Musik machen.

Tim: Euer 2007 erschienenes Album „Pocket Symphony“ hatte sehr viele, rein instrumentale Songs und war eher ein einziger Soundtrack. Auf „Love 2“ verfolgt ihr nun eine wesentlich klassischere Songstruktur aus Strophe, Refrain und Gesang. Was war der Grund dafür euren Sound derart zu ändern?

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Nicolas: Das ist quasi eine Art selbst gestellter Regel; nach jedem Album müssen wir unseren Style ändern. Für uns wäre es einfach enorm langweilig wenn wir zwei Alben im gleichen Stil machen müssten. Wir brauchen immer was Frisches, Neues und bis dahin nicht Dagewesenes. Alle unsere Alben haben ihre ganz eigene Persönlichkeit und jedes für sich genommen hat auch einen eigenen Fankreis.

Tim: Und was ist euer Lieblingssong aus dem Album?

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Nicolas: Oh, das wechselt täglich! Nein, wir hören das Album ja selbst nicht so oft.

JB: Ich mag den Track „Love“ und auch „You Can Tell It To Everybody„. Letzterer schildert den Moment, wenn man mit jemanden in einer Beziehung ist und diese nun kein Geheimnis mehr ist, weil man es anderen Leuten erzählen kann. Man fühlt sich dann erleichtert, weil man merkt, dass man mit den anderen Leuten, wie z.B. der Ex-Freundin im Reinen ist.

Tim: Kurz nachdem ihr mit dem „Chevalier des Arts et Lettres“, dem Französischen Orden der Künste und der Literatur ausgezeichnet wurdet, klopfte Charlotte Gainsbourg an eure Tür und wollte euch als Komponisten für ihr Album. War das ein Zufall oder wart ihr vorher einfach zu unbedeutend für sie?

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Nicolas: Ich denke nicht, dass dieses Zusammentreffen irgendwie geplant war. Charlotte ist ein großer Musikliebhaber und hatte sich auch schon vorher mit unseren Stücken beschäftigt. Wir haben sie ganz zufällig bei einer Radiohead-Show getroffen und ich vermute, dass sie noch 5 Minuten vor diesem Treffen nie über eine Zusammenarbeit mit uns nachgedacht hatte.

Tobey: Es ist ja kein Geheimnis, dass ihr ihren Vater Serge Gainsbourg sehr bewundert habt. Was war es für ein Gefühl mit seiner Tochter zusammen im Studio zu sein?

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JB: Zu Anfang war es sehr seltsam. Für uns war sie ja ein echter Star zu dem wir aufgeschaut haben. Aber nach einer Weile ging es dann eben nur noch um die Musik und wir haben in ihr ganz einfach eine Musikerkollegin gesehen. Nicolas: Außerdem sieht sie manchmal vom Gesicht und ihren Augen Serge sehr ähnlich und das war wirklich ganz schön seltsam.

Tobey: Ihr habt ja auch die Filmmusik für Sofia Coppolas „The Virgin Suicides“ gemacht, ihrem Film „Marie Antoinette“  werden ein paar Tracks von euch gespielt. Euer Drummer Brian Reizell hat den Soundtrack zu „Lost In Translation“ zusammengestellt, auf dem auch ein Track von euch zu hören ist. Arbeitet ihr gern mit Regisseuren zusammen und habt ihr eventuell wieder etwas in diese Richtung geplant?

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Nicolas: Ja, absolut. Ich weiß nicht warum, aber unsere Musik funktioniert wunderbar mit Bildern. Egal welches Bild du unter die Musik legst, es wird funktionieren. Bei Sofia Coppola lief es das ganze auch nicht über die Produktionsfirma, sondern wir kannten die an dem Film beteiligten Leute schon und es ergab sich dann aus einem Zufall heraus. Wir wollen in Zukunft auch mehr Soundtracks machen, weil wir Soundtrack-Komponisten sehr bewundern. Allerdings ist es schwer als Künstler Soundtracks zu machen, weil dafür sehr wenig Zeit bleibt. Man ist immer auf Tour oder arbeitet an seinem Album – und die Zeitfenster für Filmmusik sind sehr knapp bemessen. Deshalb haben wir leider auch schon ein paar Möglichkeiten verpasst, aber in ein paar Wochen werden wir mit der Arbeit an einem Soundtrack für den Film „Distant Neighbourhood“, einer Kino-Adaption eines japanischen Manga-Comics von Jiro Taniguchi, beginnen. Nächsten Samstag werden wir den Film zum ersten Mal sehen und dann innerhalb von 10 Tagen den Soundtrack produzieren. Der Unterschied zur Arbeit mit Sofia ist aber, das wir nicht nur die Musik für diese oder jene Szene machen, sondern die komplette Filmusik.Die Musik wird ja nicht mehr wie früher richtig für den Film geschrieben, sondern heutzutage einfach von irgendeinem Music-Supervisor als einzelne Tracks ausgewählt.

Tobey: Ihr habt Architektur beziehungsweise Mathematik studiert und habt mal gesagt dass diese Studienfächer, die ja sehr viel mit Logik und festen Regeln zu tun haben, eure Musik maßgeblich beeinflussen. Auf der anderen Seite habe ich mal gelesen, dass ihr euch als “schwermütiges Träumerkonglomerat” seht. Was passt denn nun besser?

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JB: Das Interesse an Mathematik ist mehr so eine Art von Instinkt. Für mich ist Mathematik wie eine Sprache. Natürlich folgt sie sehr strikten Regeln. aber was mich immer wieder antreibt ist der Instinkt – der mir ein bestimmtes Ergebnis vorgibt. Und genauso ist es eben auch beim Komponieren. Du nimmst die einzelnen Instrumente auf, arrangierst den Gesang aber Du weißt eben nie schon ganz genau, wo du enden wirst. Aber du fühlst etwas, dass dich voran treibt. Auch in der Musik hast du die Regeln der Harmonie und als Zuhörer fühlst du ganz einfach, ob ein Stück spannend ist oder nicht. Als Komponist suchst du immer nach genau dieser Spannung. Bei beidem will man ein gutes Resultat erlangen.

Tim: Ihr beiden habt euch mit 15 in der Schule kennengelernt. Zu dieser Zeit war vor allen Dingen Jean-Benoît sehr an lauter und aggressiver Musik interessiert – und ihr hattet eure erste Band gegründet – „Orange“ mit Alex Gopher und Etienne de Crécy. Seit der Zeit von „Orange“ hat sich euer Sound gewaltig verändert. Habt ihr nicht von Zeit zu Zeit noch so einen kleinen Metaller in euch, der befreit werden will?

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Nicolas: Klar, auf jeden Fall! Als wir „Orange“ gemacht haben hatte ich eine Gibson Flying V-Gitarre und einen einfachen Marshall Amp und mein Lieblingssong war ein Lied, das durch Deep Purple inspiriert wurde. Aber wenn man jung ist, ist es wohl ganz normal Hard Rock zu machen. So hat eben alles seine Zeit. Rock ist sehr energetisch, wenn man jung ist. Ja, das war cool damals….

Tim: Was spricht dagegen für eure nächste Platte den Stil auf Hard Rock zu wechseln?

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Nicolas: Eigentlich ist das sogar eine sehr gute Idee! Hard Rock mit der Art wie wir unsere Stimmen einbauen – die Mischung wäre bestimmt interessant! Außerdem hab ich ja gehört dass Hard Rock eine sehr weibliche Kunstform sein soll. Die Sänger haben meist lange Haare und kleiden sich auch gerne etwas weiblicher. Außerdem soll das Publikum solcher Bands sehr gefühlvoll und herzlich sein. Das sind unsere Fans ja auch. Die würden sich vielleicht recht gut verstehen,

Tobey:  Trefft ihr euch ab und an noch mit Alex und Etienne? Oder schickt ihr euch gegenseitig Musik um die Meinung der anderen einzuholen?

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JB: Ja, wir haben sogar etwa vor zwei Monaten einen Track zusammen gemacht, der wahrscheinlich in einer kleinen Auflage auf neonfarbigen Vinyl herauskommt.

Tim: Nicolas, über die Musik von Air hast Du mal gesagt sie sei voll von typisch französischen Klischees. Was für Klischees bedient eure Musik und was ist an euch typisch französisch?

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Nicolas: Franzosen sind allesamt besessen von Wein und Sex und irgendwann einmal wurde mir klar, dass auch wir nur über diese beiden Themen sprechen. Egal wo und wann, ob im Flugzeug, an der Bar, nach einem Konzert – es geht immer nur um Essen und Sex.

Tim: Ok, dann mal nachgefragt – wann habt ihr zuletzt gegessen und Sex gehabt?

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JB: Oh, das machen wir immer zur selben Zeit! Wir spritzen einfach Wein auf ein paar nackte Mädchen und haben dann Sex zusammen. Die Mädchen mögen es, vor allen Dingen wenn es sich um teuren Wein handelt. Dann denken sie, dass man sie sehr liebt.

Tobey: Eine Frau, die ihr mal sehr verehrt habt war Jaclyn Smith aus der 70er Jahre TV-Serie “Charlie’s Angels”. Sie war auch 1998 die Inspiration zu eurem Hit “Kelly Watch The Stars”. Ihr habt sie damals für die schönste Frau der Welt gehalten und wolltet sie unbedingt für eines eurer nächsten Videos haben. Was ist daraus geworden? Habt ihr sie mal getroffen?

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JB: Nein, leider nicht. Wir haben es auch nicht wirklich ernst genug versucht. Ich glaube sie ist mittlerweile auch eine echte Geschäftsfrau geworden und ihr gehört soweit ich weiß ein großes Warenhaus in den Staaten. Aber in der Serie damals war sie wirklich wunderschön und wir haben uns sofort in sie verliebt.

Tobey: In der Pressemappe, die eurem Album beiliegt steht ein Zitat von Jean-Benoît: „Wir sehen Frauen immer in einer romantische und idealisierten Weise.” So, für all die emanzipierten Frauen da draußen. wie muss die perfekte Frau für Air sein?

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Nicolas: Ich habe vor langer Zeit aufgehört nach der einen, richtigen Frau zu suchen und seither habe ich wesentlich mehr Erfolg. Aber es ist schon so, wenn man sich nichts mehr beweisen muss, dann muss man auch nicht mehr mit dem schönsten Mädchen des Abends ins Bett steigen. Dann ist man eher offen für andere Erfahrungen.

Tobey: Welche weiteren französischen Klischees erfüllt ihr?

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JB: Ein typisches Klischee ist vielleicht, das wir gerne träumen. Aber das stimmt so nicht. Wir sind eben sehr empfänglich für Musik und stecken viel Emotionen in unsere Musik. Das ist für uns sehr wichtig. Es mag sein, dass die Leute in unsere Musik hineininterpretieren, wir seien kecke Träumer oder hätten bestimmte Bilder in unserem Kopf – aber eigentlich sind wir so gar nicht. Wenn wir einen Track produzieren,denken wir eher an die Noten, Melodien oder den Sound an sich.

Tobey: Ihr habt 2002 ein ein Projekt unter dem Namen „Rainbow Brothers“ veröffentlicht, von dem es nur eine einseitige 12″ gab.  Was hatte es damit auf sich?

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Nicolas: Wir hatten für unser Label Record Makers eine Compilation mit 18 Tracks geplant und suchten Songs für diese. Dann haben wir diesesn Track gefunden, der aus einer der Studiosessions zu „10000Hz“ mit den Musikern von Beck stammt. Wir haben ihn an einem Nachtmittag aufgenommen, als wir im Studio auf Beck warteten, der noch ein paar Interviews in Paris geben musste- Wir wussten erst nicht so genau, was wir mit dem Song machen sollten und dachten dann, dass diese Compilation Anlass wäre ihn zu veröffentlichen.

Tim: Nun geht ihr mit „Love 2“ auf große Tournee. Was werdet ihr am meisten vermissen?

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Nicolas: Um ehrlich zu sein meine Familie und meine Kinder.

JB: Meine Kinder, mein Piano und meine Freundin. Natürlich!

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